Wärme überforderte keinen. Allerdings war der leichte Strom quer  
zur Windrichtung vor allem an der Bahnmarke 1 ein Gegner, den  
einige nicht auf der Rechnung hatten. Die Schiedsrichter, die an der  
Bahnmarke das Geschehen beobachteten, prägten hinterher den Be-  
griff „O-Jollen-Bojenballett“.  
Auch die Jüngstensegler schienen den JSC zu mögen: Mit 170 Teil-  
nehmern beim „Joersfelder Opti“ wurde das Regattabüro bei der  
Anmeldung arg gefordert. Da die beliebtesten Eltern nach Eislauf-  
müttern in den Augen der Jugendlichen offenbar Opti-Eltern waren,  
schufen sie mit dem „Elefanten-Opti“ eine Spaßregatta, wo Eltern  
und erwachsene Mitglieder den Kindern einmal zeigen konnten, wie  
es richtig gemacht wird. Ein Riesenspaß. Der älteste Teilnehmer war  
Oswald Gebauer mit 83 Jahren, der den Opti souverän über den Kurs  
brachte.  
Dorothea Gerbert (links) mit ihrer  
Vorschoterin Natascha Lorenz vom  
PYC  
Dorothea Gebert (JSC) und Natascha Lorenz (PYC) setzten ihre Er-  
folgsserie fort und wurden im 420er Deutsche Jugendmeisterinnen  
U17 2002 und Deutsche Meisterinnen 2002. Ihre beiden Brüder  
Christopher Lorenz (PYC) und Friedrich Gebert (JSC) ersegelten im  
4
70er den 6. Platz bei der Junioren-Europameisterschaft und wurden  
Deutscher Vizejuniorenmeister 2003.  
Nach mehrmaligen Anläufen, die Drachenklasse noch an Regatten auf  
dem Tegeler See zu interessieren, kam in diesem Jahr das endgültige  
Aus für diese Klasse bei der Goldplakette und der traditionsreichen  
2
004  
Drachenurne“ der Seglervereinigung Tegel. Beide Serien wurden in  
den letzten Jahren oft abgesagt oder nur mit knapp 10 Booten ge-  
startet. Bei der Warnemünder Woche war der JSC verantwortlich für  
die German Open von A-Cat und Fomula 18. Auf Initiative der an der  
Restaurierung des Jugendkutters beteiligten Joersfelder rief der JSC  
eine neue Regatta ins Leben, das „Blaue Band von Joersfelde“ für die  
Kutter ZK10. Ein Spektakel auf dem Tegeler See, das viele Zuschau-  
er lockte und das sie mit Begeisterung verfolgten. Der in monatelan-  
ger Eigenarbeit aus einem Wrack in ein Schmuckstück verwandelte  
Jugendkutter wurde zum Absegeln 2004 auf den Namen „Phoenix“  
getauft und seitdem von jungen Seglern sowohl auf Regatten als  
auch auf längeren Touren gesegelt. Eine emsige Gruppe Joersfelder,  
9
2
die unter Anleitung von Bernd  
und Björn Helms diesen Kutter  
restaurierte, hatte Unglaubliches  
vollbracht. Das Ergebnis begeis-  
terte alle Mitglieder des JSC und  
animierte den einen und anderen  
zu einer kleinen Spende zur wei-  
teren Ausrüstung des Schiffes.  
Dorothea Gebert (JSC) und Nata-  
scha Lorenz (PYC) wurden 11. bei  
der Weltmeisterschaft im 420er  
vor Australien. Dirk David („Pau-  
le“) wurde mit Stefan Abel („Pee-  
wee“, JSC/SCG) und Jörg Strube  
(
„Tante Käthe“, BTB) Sechste bei  
der Deutschen Meisterschaft der  
Drachen-Klasse.  
2
005 war ein sehr sportliches  
Jahr, sowohl was die seglerischen  
Erfolge der Mitglieder als auch die  
Ausrichtung von Regatten anging!  
Dirk David gewann mit Stefan  
Abel (JSC/SCG) und Jörg Stru-  
be (BTB) die Kieler Woche in der  
Drachen-Klasse, ein besonders  
bemerkenswertes Ergebnis. Arne  
Clauss wurde mit Olaf Mierheim  
(
SCO) 4. bei der IDM der Piraten. Christopher Lorenz (PYC) und Fried-  
Kuttertaufe am 17. Oktober 2004  
rich Gebert ersegelten gleich drei herausragende Ergebnisse: Deut-  
scher Vizemeister, 3. Pl. Junioren-Europameisterschaft und Deutsche  
Juniorenmeister im 470er. Maximilian Szymanski wurde Dritter bei  
der Deutschen Jüngstenmeisterschaft U14 und Fünfter in der Deut-  
schen Jüngstenmeisterschaft im Optimist. Alexander Krause wurde  
Crewmitglied im deutschen America’s Cup-Herausforderer „United  
Internet Team Germany“. Natürlich war der JSC Mitglied im „Deut-  
2005  
3
9
schen Challenger Yacht Club“ geworden, dem Verein der herausfor-  
dernden Yacht. Der Joersfelder Segel-Club stellte so viele Kadersegler  
wie noch nie in seiner langen Geschichte. Mit Maximilian Szymanski  
(
Optimist, D1-Kader), Svenja Ehrmann (420er, D2-Kader), Sophie  
Heyer (420er, D2-Kader), Oliver Szymanski (420er, D2-Kader), Fi-  
lip Wach (420er, D2-Kader), Timo Chorrosch (470er, D4-Kader) und  
Friedrich Gebert (470er, C-Kader) konnte er mit diesen Kaderseglern  
stolz auf die Erfolge seiner Jugendarbeit blicken.  
Der JSC war in diesem Jahr Ausrichter und Mitausrichter von 8 Re-  
gatten: Anfang Mai Ausrichter der „Goldplakette“ der Folkeboote, An-  
fang Juni Mitausrichter der „Müggeldrachen“-Regatta mit der SGaM  
auf dem Müggelsee. (Dies war  
die erste Regatta für Drachen  
nach dem Mauerbau auf dem  
Müggelsee). Wir richteten wieder  
Anfang Juli zusammen mit dem  
WSC und weiteren Vereinen die  
Warnemünder Woche aus, waren  
hier verantwortlich für Tornados,  
4
9er und 14Footer. Anschließend  
dann eine Veranstaltung, die als  
Rekord in die Geschichte eing-  
ing: Die 505er Klasse veranstal-  
tete ihre 50. Weltmeisterschaft  
vor Warnemünde. Der JSC durfte  
die Wettfahrtleitung für ein Feld  
von 175 Startern im Torstartver-  
Bei der Weltmeisterschaft der  
505er vor Warnemünde  
fahren stellen. Zusammen mit den Pre-Worlds waren 20 Joersfelder  
insgesamt 14 Tage vor Ort und schlossen Freundschaften mit Seglern  
einer Klasse mit wachsender Popularität. Besonders imponierte, dass  
die deutsche 505er-Klassenvereinigung die gesamte Vorbereitung  
und Landorganisation komplett selbst übernommen hatte, Sponsoren  
beschaffte und wir uns im Vorfeld und während der Veranstaltung  
nur um die Belange der Wettfahrtleitung zu kümmern brauchten.  
Auf unserem Heimatrevier richteten wir dann noch das „Blaue Band“  
des JSC für Kutter, den „Joersfelder Opti“ mit über 150 Teilnehmern,  
die „Goldplakette“ bzw. das „Fallbeil“ für O-Jollen und Piraten und  
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4
schließlich das „Joersfelder Opti-  
Quartett“ aus.  
Für ein Highlight der besonderen  
Art sorgten die TSCer: Sie luden  
zur Wiedergutmachung für ihre  
besonders üblen und geschmack-  
losen Übergriffe auf das Eigentum  
des JSC die Joersfelder zu sich zu  
einem Festschmaus ein. Die Jo-  
ersfelder kamen natürlich zahl-  
reich, da sie ja nicht nachtragend  
waren. Während dieser Veran-  
staltung würdigte der Vorsitzen-  
de des TSC, Klaus Liebenow, in  
einer Laudatio die Verdienste des  
Vorsitzenden des JSC, Bernd-L.  
Käther, um den TSC und die Verbundenheit beider Vereine, ernannte  
ihn zum TSC-Mitglied ehrenhalber und steckte ihm die Clubnadel ans  
Revers.  
Cocktailabend in der Schifferstube  
Auch das Jahr 2006 war wieder sehr durch den Sport geprägt! Zu  
Beginn des Jahres richtete der JSC die „Goldplakette“ für Folkeboote  
aus, Anfang Juli war er im Rahmen der Warnemünder Woche ver-  
antwortlich für die Klassen A-Cat, Formula 18, Beneteau 25 und das  
Finale der DJoM der Laser (weiblich), anschließend für die IDM Tor-  
nados. Im August dann das „Blaue Band von Joersfelde“ für die Kut-  
tersegler. Höhepunkt auf dem heimischen Tegeler See war aber die  
Jubiläumsveranstaltung „70 Jahre Olympia-Jolle“, die im Rahmen der  
2
006  
Goldplakette“ für die O-Jollen und dem „Fallbeil“ für Piraten aus-  
gerichtet wurde. Das Clubgelände glich in dieser Zeit einem Wohn-  
mobilcampingplatz mit Regattahafen, die O-Jollen-Segler schliefen  
angesichts der berüchtigten Feste des JSC lieber gleich vor Ort und  
wurden selbstverständlich in ihren Erwartungen nicht enttäuscht. Ju-  
biläumsmannschaftskampf, Festabend, die Wettfahrten der Goldpla-  
kette und das traditionelle Joersfelder Schuppenfest bildeten wieder  
einen würdigen und fröhlichen Rahmen für dieses Jubiläum. Einige  
9
5
Kameraden hatten ihrem JSC  
im Vorfeld seines im kommen-  
den Jahr anstehenden runden  
Jubiläums einen neuen Tresen  
für die Festlichkeiten im Schup-  
pen gestiftet, dessen Großver-  
anstaltungstauglichkeit schon  
bei diesen Feierlichkeiten aus-  
giebig getestet wurde. Die Jo-  
ersfelder Opti-Regatta und das  
Joersfelder Opti-Quartett für die  
Jüngstensegler rundeten den  
Regattaveranstaltungskalender  
des JSC ab. Doch auch die Seg-  
ler selber sorgten für Erfolge.  
Oliver Szymanski (JSC) und  
Florian Dziesiaty (SVR) wurden  
Deutsche Meister U17 2006 im  
7
0 Jahre O-Jolle (Preisverteilung  
420er. Christopher Lorenz (PYC) und Friedrich Gebert (JSC) segelten  
jeweils als bestes deutsches Team im 470er auf den 5. Platz (U22)  
bei der Weltmeisterschaft vor Travemünde, auf den 5. Platz (U22) bei  
der Europameisterschaft vor Tavira, Portugal und auf den 19. Platz  
bei der Weltmeisterschaft vor Rizhao, China. Björn Helms (JSC), Fe-  
lix Herziger (JSC), Julia Nix (JSC), Tania Röper (SCF), Svenja Fuchs  
im Mannschaftskampf)  
(
SCF), Marc Helms (TSC) wurden Deutsche Vizemeister im Kutter  
ZK10 auf dem Kutter „Phoenix“ des JSC und liegen damit einen Platz  
vor Vater Bernd Helms mit seiner Mannschaft.  
Es wurde auch mal wieder gebaut: Um die Übertritte vom Uferwan-  
derweg auf die Steganlage durch Unbefugte zu verhindern, wurden  
die gesamten landseitigen Stege durch besonders erwähnenswerten  
Einsatz der Kameraden Horst Karbe und Klaus-Dieter Stoppenbrink  
mit einem Zaun versehen.  
Natürlich liefen im 99. Jahr des JSC die Vorbereitungen der Veranstal-  
tungen zum Jubiläum „100 Jahre Joersfelder Segel-Club“ auf Hoch-  
touren, denn Neujahrsempfang für den Bezirk Tegel, Ansegelfeier,  
Jubiläumsempfang, Jubiläumsbrunch und Jubiläumsball sollten im  
kommenden Jahr diesem Ereignis angemessen ausgerichtet werden.  
9
6
2
007  
Das 100. Jubiläumsjahr begann  
gleich am 14. Januar mit dem  
Neujahrsempfang, den der Joers-  
felder Segel-Club natürlich im  
Zusammenhang mit diesem Ju-  
biläum für den Bezirk Tegel aus-  
richten durfte.  
Nach den Ansprachen wurden die  
erfolgreichsten Segler des Be-  
zirks geehrt, darunter eine große  
Zahl Joersfelder. Mitglieder der  
Jugendabteilung  
unterstützten  
unsere Wirtsleute und bedienten  
die Gäste in einheitlichem Club-  
Out¿t, was auf großen Anklang  
stieß.  
Neujahrsempfang:  
Auch die Segelsaison wurde wie-  
der einmal im JSC eröffnet, wir  
richteten die Ansegelfeier aus.  
Diesmal nach dem Versuch mit  
einem Catering-Unternehmen in  
Svenja Ehrmann, Sophie Heyer, Birthe Herziger, Felix Leupold, Tom Sellin  
Ausgelassene Stimmung beim Ansegeln  
2
002 wieder in Eigenregie. Ins-  
gesamt 170 ! Mitglieder, Ehepart-  
ner und Eltern von Jugendmit-  
gliedern betreuten mit großem  
Engagement die Stände rund um  
einen großen Marktplatz. Von 10  
bis 18 Uhr feierten ca. 3500 Gäs-  
te zur Musik einer Rockband bei  
strahlendem Kaiserwetter.  
Die weiteren Jubiläumsveranstal-  
tungen stehen kurz vor der Tür,  
die Joersfelder werden auch die-  
se Feste angemessen feiern!  
9
7
Die Vorstände des JSC  
von 1957 bis heute  
Jahr  
1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Kassierer  
1
1
1
1
1
1
1
1
1
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2
2
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957  
Leopold Kluge  
Leopold Kluge  
Leopold Kluge  
Werner Richter  
Werner Richter  
Werner Richter  
Erwin Goebel  
Kurt Albrecht  
Kurt Albrecht  
Kurt Albrecht  
Werner Peters  
Werner Peters  
Werner Peters  
Werner Peters  
Heinz Fischer  
Adolf Glensk  
958  
Erwin Goebel  
959  
Erwin Goebel  
960  
Guntram Goebel  
Guntram Goebel  
Guntram Goebel  
961 - 1962  
963 - 1964  
965 - 1966  
967 - 1968  
969 - 1970  
971 - 1972  
973  
Guntram Goebel Kurt Hertel  
Guntram Goebel Kurt Hertel  
Guntram Goebel Kurt Hertel  
Werner Richter  
Werner Richter  
Werner Richter  
Werner Richter  
Werner Richter  
Werner Richter  
Guntram Goebel  
Kurt Hertel  
Guntram Goebel  
Guntram Goebel  
Udo Soppert  
Peter Koch  
Kurt Hertel  
974  
Kurt Hertel  
975 - 1976  
977  
Kurt Hertel  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Karlheinz Rudow  
Harald Wolter  
Harald Wolter  
Andreas Küchler  
Norbert Becelewski  
978  
Peter Koch  
979 - 1980  
981 - 1982  
983 - 1984  
985 - 1986  
987 - 1988  
989 - 1990  
991 - 1992  
993 - 1994  
995 - 1996  
997 - 1978  
999 - 2000  
001 - 2002  
003 - 2004  
005 - 2006  
007  
Guntram Goebel Udo Soppert  
Guntram Goebel Udo Soppert  
Guntram Goebel Hilmar Vetter  
Guntram Goebel Hilmar Vetter  
Guntram Goebel Hilmar Vetter  
Guntram Goebel Bernd-L. Käther  
Karlheinz Rudow Bernd-L. Käther  
Karlheinz Rudow Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Bernd-L. Käther  
Rolf Warnholz  
Rolf Warnholz  
Joachim Niestroy Harald Wolter  
Joachim Niestroy Harald Wolter  
Michael Müller  
Klaus Chorrosch  
Klaus Chorrosch  
Wilfried Werner  
Wilfried Werner  
Wilfried Werner  
9
8
Jahr  
Sportwart  
Jugendwart  
Schriftführer  
W. Hannemann  
Werner Mücke  
Werner Mücke  
Werner Mücke  
Heinz Kotsch  
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
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1
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1
1
1
1
1
1
1
2
2
2
2
957  
958  
959  
960  
Erich Scheller  
Erich Scheller  
Erich Scheller  
Erich Scheller  
-
-
-
-
961 - 1962 Erich Scheller  
963 - 1964 Günther Luther  
965 - 1966 Horst Godidek  
967 - 1968 Horst Godidek  
969 - 1970 Horst Godidek  
971 - 1972 Horst Godidek  
Heinz Gallinus  
Udo Soppert  
Joachim Fielitz  
Siegfried Schütz  
Heinz Kotsch  
Bruno Löffelmeier  
Hilda Gaebel  
Wolfgang Generalski Karl Wendt  
Ralf Medenbach  
Ralf Medenbach  
Horst Marten  
Adolf Glensk  
973  
974  
Joachim Müller  
Joachim Müller  
Adolf Glensk  
Adolf Glensk  
975 - 1976 Peter Wagner  
Bernd-L. Käther  
Adolf Glensk  
977  
978  
Peter Maedel / Kurt David Bernd-L. Käther  
Bernd-W. Vorpahl  
Bernd-W. Vorpahl  
Meinhard Knoblau  
Meinhard Knoblau  
Meinhard Knoblau  
Meinhard Knoblau  
Meinhard Knoblau  
Harald Wolter  
Kurt David  
Bernd-L. Käther  
Detlef Janisch  
979 - 1980 Hilmar Vetter  
981 - 1982 Hilmar Vetter  
983 - 1984 Bernd-L. Käther  
985 - 1986 Bernd-L. Käther  
987 - 1988 Peter-Michael Haeberer  
989 - 1990 Kurt David  
Hartmut Müller  
Peter Bremer  
Peter Bremer  
Peter Bremer  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
Henriette Krause  
991 - 1992 Kurt David  
Wolfgang Koenig  
Wolfgang Koenig  
Wolfgang Koenig  
Wolfgang Koenig  
Wolfgang Koenig  
Wolfgang Koenig  
Werner Dransch  
Werner Dransch  
Heribert Jöris  
993 - 1994 Eberhard Prüß  
995 - 1996 Eberhard Prüß  
997 - 1978 Eberhard Prüß  
999 - 2000 Kurt Mutmann  
001 - 2002 Kurt David  
003 - 2004 Kurt David  
005 - 2006 Kurt David  
007  
Björn Helms  
9
9
Die Vorsitzenden des JSC  
von 1907 bis 1956  
1
1
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1
1
1
1
1
1
1
1
907 - 1908  
908 - 1919  
919 - 1922  
922 - 1924  
924 - 1928  
928 - 1929  
929 - 1934  
934 - 1944  
945 - 1950  
950 - 1953  
954 - 1956  
Kam. Schmerler  
Kam. Seyring  
Kam. Werner  
Kam. Seyring  
Kam. Schelenz  
Kam. Müller  
Kam. Führer  
Kam. Amberg  
Kam. E. Richter  
Kam. Amberg  
Kam. E. Richter  
Gneomar Müller  
Herbert Amberg  
1
00  
Werner Richter  
5 Jahre Mitglied im JSC  
6
Warum ich mitten im Krieg - die  
ersten Bomben ¿elen bereits auf  
Berlin - am 11. Juli 1942 Mitglied  
wurde, kann ich heute nicht mehr  
genau erklären. Der Anstoß hier-  
zu kam sicherlich von meinem  
Vater. Ich war Soldat. Nach ei-  
ner Verwundung wurde ich zum  
Feuerwerker ausgebildet und im  
Heereszeugamt Spandau (Neu-  
endorfer  
Straße/Askanierring)  
eingesetzt. In Erinnerung an die-  
se Zeit sind mir einige Liter Isola-  
torenlack geblieben, die ich dort  
abstauben“ konnte und die ich  
dem Club zur Verfügung stellte. Im Frühjahr 1943 wurde ich an die  
Ostfront nach Russland kommandiert und geriet dort am 9 Mai 1944  
auf der Krim in russische Gefangenschaft. Am 13. September 1949  
wurde ich in Frankfurt (Oder) als Zivilist entlassen.  
Wenn man so will, zählen eben auch diese Jahre zu meiner Clubmit-  
gliedschaft. Nach der Gefangenschaft nahm ich sofort wieder Kontakt  
mit dem JSC auf. Da es inzwischen im Club einige Jugendliche recht  
unterschiedlichen Alters gab, stellte ich mich als Betreuer zur Ver-  
fügung. Die Hauptaufgabe bestand darin, die Jugendlichen auf die  
Dickschiffe zum Mitsegeln aufzuteilen, denn Jugendboote waren ja  
außer zwei „Küken“ für Kinder, soweit ich erinnere, nicht vorhanden.  
In den folgenden fünfziger Jahren habe ich mich als Hafenmeister  
betätigt. Der Vorstand kaufte eine abgewrackte Zille, die wir dann  
als Floßholz heranschafften, um es als Stegbelag zu verwenden. Es  
wurde viel gesägt und genagelt.  
Das Zilleholz hat sich als Stegbelag nicht bewährt. Es zerbröselte  
schon nach einigen Jahren, als es durchgetrocknet war.  
Die Slipanlage habe ich eigenhändig mit Hilfe eines befreundeten  
Maurers umgebaut. Wir haben die Schienen tiefer gelegt, so wie man  
die Anlage heute noch sieht. Nach meiner Tätigkeit als Hafenmeis-  
ter kamen einige Jahre als Schriftführer hinzu. Irgendwie kann man  
sich heute die damaligen Verhältnisse nur schwer vorstellen. Eine  
1
01  
Schreibmaschine stand zur Verfügung. Man schrieb auf Folien, die  
man anschließend in einen Rahmen einspannte, mit Farbe einwalz-  
te, um dann damit mit einer Rolle Blatt für Blatt Papier zu bedru-  
cken. Alles Handarbeit! Die Schreibmaschine, eine sogenannte Reise-  
schreibmaschine, soll während der Besatzungszeit eine zeitlang vor  
den Zugriffen des Militärs in der Havel versenkt gewesen sein. Nun  
steht das historische Gerät in meinem Keller. Demnächst wird es eine  
Erinnerungsvitrine im Club zieren.  
Später hatte ich auf Grund meiner Tätigkeit in einer Druckerei die  
Möglichkeit, Plakate, Rundschreiben und Versammlungseinladungen  
in gedruckter Form herzustellen. Der JSC erregte deshalb die Auf-  
merksamkeit bei den anderen Vereinen.  
Als der Kamerad Poldi Kluge 1960 den Vorsitz des JSC abgab, der  
Anbau des Clubhauses war gerade fertig geworden, fand ich mich  
plötzlich als Vorsitzender wieder. Aus den ersten Jahren sind mir die  
Ehrung des Kameraden Hans Schäfer für die 50jährige Mitgliedschaft  
und insbesondere die Bootstaufe des Drachen von Kamerad Sienholz  
in besonderer Erinnerung. Wir fuhren mit Musik auf einem gemieteten  
Fahrgastschiff zum Südhafen Spandau, wo der Drachen aufgebockt  
an Land stand und nach der Taufzeremonie zu Wasser gelassen wur-  
de. Die beiden Mitsegler des Kameraden Sienholz, Guntram Goebel  
und Horst Godidek, trugen rote Pullover mit dem Bootsnamen „Aller-  
hand“ auf dem Rücken eingewebt, was mir besonders gut gefallen  
hat und in guter Erinnerung geblieben ist.  
Aus beruÀichen Gründen habe ich später mit Guntram Goebel einige  
Male den Vorsitz getauscht und ihn 1977 endgültig an Guntram ab-  
gegeben.  
Seitdem bin ich frei von Ämtern. Der JSC ist aber meine Heimat ge-  
blieben. Ich nahm am Clubleben teil und genoss die Fröhlichkeit und  
die Kameradschaft bei den geselligen Veranstaltungen. Vor allem  
aber segelte ich mit meiner „Buttje“, einem 30er Seefahrtskreuzer,  
auf den mir so vertrauten heimischen Gewässern.  
1
02  
Guntram Goebel  
Ehrenmitglied im JSC seit 1991  
Zum JSC kam ich über meine  
Familie. Mein Vater Erwin Goe-  
bel und meine Onkel Guritz und  
Reinhardt waren schon Mitglieder  
und erzählten mir viel vom Se-  
geln und vom Clubleben im JSC.  
Als Junge war ich auch begeistert  
von Berichten über die Kriegsma-  
rine. Ich hatte immer den Traum,  
mich seemännisch ausbilden zu  
lassen. Dazu bot das Segeln eine  
gute Möglichkeit. Am 1.5.1941  
trat ich mit 14 Jahren in die Ju-  
gendabteilung des JSC ein. Hier  
wurden wir seglerisch und see-  
männisch ausgebildet. Mit den von der Stadt Berlin zur Verfügung  
gestellten Piraten, einer damals neuen Bootsklasse, und den Olym-  
pia-Jollen habe ich zweimal an den Berliner Jugendmeisterschaften  
teilgenommen. Dann machten der Arbeitsdienst, meine Einberufung  
zum Wehrdienst und schließlich der Krieg dem Segeln ein vorläu¿ges  
Ende. Natürlich landete ich bei der Kriegsmarine. Im Jahre 1944 ge-  
riet ich in britische Gefangenschaft. 1946 kehrte ich wieder nach Ber-  
lin zurück und besuchte sofort wieder den Club. Hier waren das Club-  
haus und der Bootschuppen unversehrt geblieben. Den Namen JSC  
gab es allerdings nicht mehr, weil die französische Besatzungsmacht  
den bürokratischen Namen „Segelsparte Tegel - Gruppe 5“ verordnet  
hatte. Dies änderte sich jedoch bald wieder, und der Club hatte sei-  
nen traditionsreichen Namen JSC wieder. Kamerad Emil Richter war  
der erste Vorsitzende nach dem Krieg, auf ihn folgte dann der Kame-  
rad Herbert Amberg. Ich stellte mich als Jugendwart zur Verfügung,  
weil ich mich für den Club engagieren wollte. Bald darauf hatten wir  
mit unserer Jugendabteilung die ersten seglerischen Erfolge. Unser  
Jugendmitglied Joachim Müller wurde in der O-Jollenklasse im Jahr  
1
949 Berliner Jugendmeister. Nach und nach übernahmen wir Jünge-  
ren, insbesondere Werner Richter und ich, das Kommando von den  
Alten.  
Es waren interessante Jahre des Aufbaus. Werner und ich wechselten  
1
03  
im Amt des Ersten und Zweiten Vorsitzenden mehrmals miteinander  
ab. Dann musste der Club im Bezirk Tegel vertreten sein, also wur-  
de ich zweiter Vorsitzender im Bezirksvorstand Tegel. Mit Kamerad  
Werner Kunze zusammen erreichten wir, dass die Segelvereine im  
Bezirk Tegel immer enger zusammenarbeiteten. Damals erwarben  
wir auch ein Lastschiff für Biertransporte, das wir als Startschiff für  
die Regatten auf dem Tegeler See einsetzten. Das betagte Schiff liegt  
heute – generalüberholt und gut gepÀegt – im Hafen des JSC und  
verrichtet bei den von uns ausgerichteten Regatten immer noch seine  
treuen Dienste.  
Eine große Aufgabe im JSC war die Ausrichtung unseres 75- jährigen  
Clubgeburtstages im Jahre 1982. Kamerad Hilmar Vetter stand mir  
mit hervorragendem Einsatz zur Seite und wir schafften es, eine Club-  
zeitung, den „Havelbooten“, herauszubringen und alle Feierlichkeiten  
in repräsentativer und geselliger Form über die Bühne zu bringen.  
Natürlich kam bei allen repräsentativen VerpÀichtungen der Segel-  
sport nicht zu kurz. Mit der Soling segelte ich auf allen Binnenge-  
wässern und auf See, ja auf allen europäischen Meeren. Im Jahre  
1
980 erreichte ich unter etwa 100 deutschen Soling-Seglern in der  
Rangliste Platz 20.  
Bald winkten jedoch wieder neue Aufgaben im Verband. Ich übernahm  
im Berliner Segler Verband das Amt des Führerscheinobmannes, das  
ich bis 1999 ausübte.  
Seitdem wird privatisiert und natürlich bei Clubregatten immer noch  
eifrig gesegelt.  
In dem Gedanken, meine Freizeit für den Joersfelder Segel Club sinn-  
voll genutzt zu haben, bin ich dankbar für jede Minute meiner Mit-  
gliedschaft.  
1
04  
Horst Godidek  
Zum JSC stieß ich im Alter von  
2
1
2 Jahren. Man schrieb das Jahr  
948, Deutschland lag danieder,  
Berlin war weitgehend zerstört.  
Als junger Mann war man froh,  
dem Unheil entronnen zu sein  
und mit Gleichaltrigen ein ge-  
meinsames Hobby ausüben und  
ein geselliges Leben pÀegen zu  
können. Ich begann meine segle-  
rischen Aktivitäten auf der H-Jol-  
le. Dieses Boot ist sehr schnell,  
lässt sich aber nicht reffen, es  
muss also aufmerksam gesegelt  
werden. Zum Lernen und Üben  
also genau das richtige Boot.  
Ab 1955 segelte ich mit dem Kameraden Gleier vom Berliner Yacht-  
Club im Drachen und bediente die Vorschot. Zehnmal nahmen wir an  
der Kieler- und Travemünder Woche und an Weltmeisterschaften teil.  
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979 stieg ich dann auf das H-Boot um und nahm in der Folge an  
zahlreichen regionalen Regatten und an Deutschen Meisterschaften  
teil. Natürlich lockten mich im Urlaub auch die europäischen Meere  
zum Fahrtensegeln. Ich machte mit unterschiedlichen Schiffen und  
Crews die Nord- und Ostsee, den Atlantik und das Mittelmeer unsi-  
cher.  
Im Club habe schon früh Verantwortung übernommen. Zuerst (1960-  
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966) als Kasino- und Vergnügungsobmann, später dann als Sport-  
wart, in einem Amt, das ich von 1965 bis 1972 ausübte. 1972 über-  
nahm ich das Amt des Wettfahrtobmannes des BSV im Bezirk Tegel,  
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972 dann dasselbe Amt im Berliner Segler-Verband. Diese Tätigkeit  
wurde abgerundet durch die Mitgliedschaft im Wettfahrtausschuss  
des Deutschen Segler-Verbandes. 1972 wurde mir eine besondere  
Ehre zuteil: Ich durfte in der Wettfahrtleitung der Segelwettbewerbe  
der Olympischen Spiele in Kiel mitwirken. Ein für mich unvergessenes  
Erlebnis! Am 23. 3. 1994 verlieh mir der damalige Bundespräsident  
Richard von Weizsäcker die Verdienstmedaille des Verdienstordens  
der Bundesrepublik Deutschland.  
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997 gab ich das Amt des Wettfahrtobmannes des BSV an den Ka-  
meraden Bernd-Leopold Käther aus dem JSC ab. 1970 hatte ich es  
auch von einem JSCer, dem Kameraden Erich Scheller, übernommen.  
Die „JSC-Dynastie“ scheint inzwischen ein Anrecht auf dieses wich-  
tige Amt im Berliner Segelsport erworben zu haben. Seit 1997 bin ich  
aller Ämter ledig, konzentriere mich nur noch auf das Segeln, die ge-  
selligen Runden im JSC und die PÀege der Kameradschaft mit meinen  
vielen Freunden, die mir der Segelsport beschert hat.  
Wenn der JSC dieses Jahr seinen 100-jährigen Geburtstag feiert,  
werde ich meine persönliche 59-jährige Mitgliedschaft im Club be-  
gehen können. Ein langes und aufregendes Seglerleben habe ich im  
JSC verbracht. Es war eine bewegte Zeit, auf die ich mit Stolz und  
mit Freude zurückblicke. Ich durfte nicht nur den schönen Segelsport  
pÀegen, nein, ich konnte viele Kameraden in den Vereinen Berlins  
und über die Grenzen der Stadt hinaus kennen lernen. Diese Leben  
als Segler hat mit viel Freude bereitet und ich werde auch im Alter  
dem Segelsport treu bleiben.  
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