Joersfelder Nachrichten

Vierte bei Swedish Open

15.08.2011 08:55

Lag es am Knäckebrot?

Bei den Swedish Open der J24 belegte die Crew unseres Juniorenbootes "JJ one" einen vierten Platz. Ein ausführlicher Bericht zu dieser Trimm- und Trainingsveranstaltung -wie Steuermann Frithjof es nennt- ist auf der Homepage der "JJ one" zu lesen. http://j24.joersfelder-segel-club.de

Bericht über die IDM 420er Steinhuder Meer

09.08.2011 22:50

Chaos in der 9. Wettfahrt

Nach dem enthusiastischen Zwischenbericht kommt hier jetzt noch nachträglich der Bericht, wie es auf der Deutschen Jugendmeisterschaft für uns weiterging. Die 420er Tegel-Gruppe war mit 7 Teams angereist, davon 3 vom JSC: Die Brüderpaare Wiegand und Enders-Seidlitz sowie Annick und ich.

Dass es für uns Mädels nicht so super weitergehen konnte wie am ersten Tag, war uns schon klar, aber dennoch starten wir motiviert und erwartungsvoll in den zweiten Tag. Wir waren ja in der bequemen Situation schon ziemlich sicher im Goldfleet zu sein, für die Jungs sah's schlechter aus, aber mit ein paar guten Ergebnissen war die erste Hälfte theoretisch noch drin.

Eigentlich waren für den 2. Wettfahrttag noch 4 Qualifikationswettfahrten geplant, doch nachdem der Wind in der 3. Tageswettfahrt komplett einschlief, zeigte der Wettfahrtleiter schließlich auch nach ungefähr 20 quälend langen Flautenminuten auf dem Kurs Erbarmen und brach ab. So bleib es also bei 6 Qualifikationswettfahrten. Für die Brüder Wiegand reichte es dadurch durch eine Frühstartdisqualifikation nur fürs Silverfleet und auch Arved und Jaspar schafften es nicht. Annick und ich segelten zwei Mal in der Mitte des Feldes (im Nachhinein wurden wir in der einen Wettfahrt auch noch für einen Frühstart rausgeschmissen) und landeten in der vorläufigen Wertung auf Platz 25 von 104, also locker in der ersten Hälfte.

Überglücklich nahmen wir also am Donnerstagmorgen unseren neuen gold-glänzenden Bootsaufkleber entgegen und fuhren bei noch guten 3-4 Windstärken raus. Uns war klar, dass es schwierig werden würde in diesem Topfeld zu bestehen aber der Wind war toll und beim Einsegeln hatten wir einfach nur Spaß. Doch als es losging wurde der Wind weniger und unbeständiger, unsere Starts waren nicht besonders gut und unsere Taktik ging nicht so gut auf wie die Tage davor. Immerhin kamen wir mit einem 45. und einem 36. Platz davon.

Doch dann kam die 9. Wettfahrt.  

Alles fing erstmal ziemlich normal an, Annick und ich konnten uns auf dem ersten Vorwindschlag sogar ziemlich weit nach vorne vorarbeiten, doch währenddessen wurde der Wind immer weniger. Als wir unten an Tonne 3 waren, war es schon sehr flau, der Großteil des Feldes vor uns war um die linke Tonne des Gates gegangen, wir probierten es auf der anderen Seite, denn dort schien der Wind wieder einzusetzen und es war auch schlichtweg mehr Platz. Für den Anfang behielten wir auch recht und konnten mit einer kleinen Bö mitfahren, als plötzlich der Wind stark nach rechts drehte und das ganze Feld von rechts nach oben ziehen konnte. Immerhin war das nicht von langer Dauer, der Wind setzte wiederrum von links ein und drehte auch wieder zurück. Wir waren schon fast an der Tonne und außer, dass schon das ganze Silverfleet von oben kam und die Hälfte des Goldfleets überholte, sah es gar nicht so schlimm aus. Doch der Wind drehte weiter und weiter nach links, so das plötzlich auch alle von rechts ohne eine Wende zu machen zur Tonne fahren konnten.

Dadurch hatten wir natürlich wieder ziemlich viel verloren und machten uns schlecht gelaunt auf den Vorwind.

Dies wäre im Nachhinein wohl der Zeitpunkt gewesen an dem die Wettfahrtleitung hätte abbrechen müssen und können.

So standen wir also auf dem Vorwind und später auf dem letzten Raumwindschlag in der Flaute herum, doch inzwischen waren die ersten schon im Ziel, Abbruch ging also nicht mehr. Stück für Stück wurde uns klar, dass wir angesichts des Zeitlimits von 30min sowieso nicht mehr gewertet werden würden und konnten so langsam über die Situation lachen. Angesichts der Wassertiefe des Steinhuder Meers waren wir wortwörtlich kurz davor auszusteigen und zum Hafen zu laufen.

Aber wir hofften noch und warteten ab. Die wegen ihrer Strenge gefürchtete Jury stand um das Feld herum und beobachtete. Einzelne probierten unauffällig ein bisschen zu pumpen und zu paddeln, doch als sich sowieso niemand mehr die Chance auf eine Wertung ausrechnete schaukelte sich die Sache hoch und alle fingen an zu kräftig die Boote zu schaukeln und zu pumpen, mit Spibäumen und allem möglichem anderen um die Wette zu paddeln. Die Jury hatte anscheinend keine Lust mehr ihren Pflichten nachzugehen oder war schlicht damit überfordert, jedenfalls machte sie sich einfach auf den Weg in Richtung Land. Einige fanden auch den Weg zur letzten Tonne zu lang und machten sich paddelnder Weise direkt auf den Weg zum Ziel. Ich glaube nicht, das irgendeiner von den Segelern ernsthaft daran geglaubt hat in dieser Wettfahrt noch gewertet zu werden, bzw. dass diese Wettfahrt überhaupt als Wettfahrt anerkannt wird.

Umso größer war die Überraschung am Abend und am nächsten Morgen, als sich herausstellte, dass auf Grund des Zeitlimits zwar alle Beteiligten des Goldfleets nicht gewertet wurden, dafür aber fast das ganze Silverfleet (trotzdem sie sich den ganzen Weg ins Ziel gepaddelt hatten und teilweise die Bahnmarke nicht gerundet hatten!!) einen regulären Zieldurchgang zugesprochen bekam. Angesichts des Regelwerks blieb der Wettfahrtleitung wohl nicht viel anderes übrig, aber dass so seelenruhig dabei zugesehen wird, bzw sich die Jury einfach aus dem Staub macht und dann solche Wettfahrten in die Wertung einer Meisterschaft (!) einbezogen werden ist mir auch heute noch unbegreiflich. Dass dazu die Jury am nächsten Tag auch noch alle Schuld von sich abwies und sagte, sie hätte ja wohl nicht alle anpfeifen können und stattdessen die 420er Klasse beschuldigte, eine totale Chaotenklasse zu sein, setzt meiner Meinung nach dem ganzen noch die Krone auf. (Kommentar eines Trainers einer andern Gruppe dazu: Das wäre ungefähr so als würde der Schiedsrichter beim Fußballspiel in der 80. Minute duschen gehen, mit der Begründung, das Spiel sei ja eh fast vorbei.)

Entsprechend frustriert starteten Annick und ich in den nächsten Tag, dass wir kurz vorm Ziel dann das Schlusslicht bildeten hob unsere Laune nicht gerade, dass wir uns dann aber noch in einem Kopf-an-Kopf-Rennen auf der Ziellinie um ein paar Zentimeter gegen der Vorletzten durchsetzten konnten fanden wir schon wieder so ironisch, dass wir unseren Frust fast vergessen konnten.

In der nächsten Wettfahrt lief es dann auch wieder besser, ein 22. Platz rief uns in Erinnerung, dass wir auch in diesen starken Feldern mit dabei sein konnten.

Es folgte noch eine letzte Wettfahrt, dann ging es wieder an Land.

Auch wenn die letzten Tage nicht ganz zu unserer Zufriedenheit verliefen, war es doch wichtig für uns, uns zu erinnern, dass wir in unserer Trainingsgruppe wieder am Besten abgeschnitten haben und am ersten Tag sogar mit an der Spitze Deutschlands gefahren sind und es ins Goldfleet geschafft haben, wovon wir letztes Jahr teilweise noch weit entfernt waren. Wir hatten es in die erste Hälfte geschafft und damit unser Ziel für diese Meisterschaft mehr als erreicht. Gemessen an dem Trainingsaufwand, den wir leisten, im Vergleich zu unseren Ergebnissen, steht die Leistung der gesamten Trainingsgruppe verglichen mit anderen Gruppen weitaus besser da.

Insgesamt war es eine schöne und gut organisierte Meisterschaft (das Essen war wirklich hervorragend Lachend ). Die Baltische Segelervereinigung in Steinhude hat uns sehr nett aufgenommen und endlich gab es auch (zumindest zeitweise) mal Wind für die Deutsche Meisterschaft der 420er. Wenn man von den Erlebnissen der oben geschilderten Wettfahrt absieht, kann man wohl sagen, dass die SV Großenheidorn sehr gute Arbeit geleistet hat. Eine Meisterschaft für so eine große Klasse zu organisieren ist ein Riesenaufwand.

Die kompletten Ergebnisse kann man nachlesen unter: http://www.svgrossenheidorn.de/SVG_CMS/index.php?id=391 , Bilder gibts leider nur auf der Facebookseite der Meisterschaft (sind dafür aber wirklich gut geworden)

Anja Ehrmann (GER 53147)

Jugend lädt ein

29.03.2010 16:47

Auch in diesem Jahr lud die Jugendabteilung wieder zum traditionellen Kuchenessen mit begleitenden Berichten ein. Wie schon in den Jahren zuvor, folgten die Mitglieder des JSC dieser Einladung zahlreich.

Nicolas Thierse berichtete von seiner Saison im Optimisten und seinem Umstieg nach Opti A, Emilia Torka erzählte von ihrer ersten Saison im Optikader. Von Greta und Anna Markfort, letztes Jahr in der 420er umgestiegen, bekamen wir einen Eindruck davon, wie zeitaufwändig Training im Kader ist, aber auch welch tolle Reviere man in Europa kennenlernt. Die inzwischen schon starke Europegruppe, vertreten durch Keno Fielitz, Christopher Cornelius und Jan-Maurizio Berhold, berichtete dann abschließend von ihrer Saison.

Sehr interessant war der Reisebericht von Ludolf Danckwarth, der im Sommer eine Tour entlang der schwedischen Küste machte und dabei 2400sm zurücklegte bis ans Ende der Ostsee nach Haparanda.

Vielen Dank an alle Vortragenden für diesen interessanten und kurzweiligen Nachmittag!