Joersfelder Nachrichten

Werner Richter feiert 100. Geburtstag

26.11.2018 12:54

Am Sonntag, den 25.11.2018 wurde im Joersfelder Segel-Club e.V. ein besonderer Geburtstag gefeiert. Clubkamerad Werner Richter ist nun 100 Jahre alt.

14 Tage nach Ende des ersten Weltkrieges, am 25.11.1918 wurde Werner geboren. Im Alter von 23 Jahren, mitten im zweiten Weltkrieg, wurde er am 11.07.1942 Mitglied im Joersfelder Segel-Club. Im Frühjahr 1943 wurde er jedoch als Soldat an die Ostfront verlegt, wo er am 09.05.1944 auf der Krim in russische Kriegsgefangenschaft genommen wurde.

Nachdem er nach über fünf Jahren am 13.09.1949 als Zivilist entlassen wurde, übernahm Werner im JSC die seglerische Ausbildung von Jugendlichen, später erst das Amt des Hafenmeisters und des Schriftführers, ehe er im Jahr 1960 erster Vorsitzender des Joersfelder Segel-Clubs wurde und -teilweise im Wechsel mit dem damals zweiten Vorsitzenden Guntram Goebel- bis 1978 blieb.

Nach inzwischen 76 Jahren im Joersfelder Segel-Club ist Kamerad Richter nicht nur Ehrenmitglied sondern hat auch mit Abstand die längste Mitgliedschaft vorzuweisen. Ihm zu Ehren wurde der bislang namenlose Saal im Clubhaus der Joersfelder in seinem Beisein in „Werner Richter Saal“ benannt.

Zu Rednern gehörten neben dem ersten Vorsitzenden, Ralf Rohdemann, auch Ehrenmitglied Bernd-Leopold Käther sowie Clemens Fackeldey, DSV-Vizepräsident. Da Werner Richter fast genauso lang Mitglied in der SPD ist wie im JSC, hielten die Politiker Jörg Stroedter, Kreisvorsitzender der SPD Reinickendorf und MdA und Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, ebenso Ansprachen zum 100. Geburtstag. Die SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles sowie der Regierender Bürgermeister von Berlin, Michael Müller und Berlins Innensenator Andreas Geisel und der Bezirksbürgermeister von Reinickendorf, Frank Balzer schickten persönliche Grußworte.

Werner überreichte dem Vorstand vertreten durch den 1. Vorsitzenden Ralf Rohdemann und Sportwart Hartmut Oback ein selbstgebautes Schiffsmodell. Es zeigt die "Half Moon", mit der der englische Kapitän Henry Hudson im Auftrag der Amsterdamer Ostindien-Kompanie eine Durchfahrt nach Asien suchen sollte und dabei im Jahre 1609 die heute nach ihm benannte Bucht und den ca. 500 km langen Fluß entdeckte.

Ausstellungsbesuch "Bewegte Zeiten"

20.11.2018 12:18

Für Samstag, den 5.1.2019, wurde für unsere Mitglieder eine Führung durch die Ausstellung "Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland" organisiert. Der einmalige Zufallsfund der Himmelsscheibe war einer der spektakulären archäologischen Neufunde in Deutschland. Die Ausstellung präsentiert diese neben weiteren Funden der letzten 20 Jahre von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert.

Anmeldungen auf der Teilnahmeliste im Clubhaus bis zum 12.12.2018 erforderlich.
Weitere Infos in untenstehender PDF Datei.

Väterchen Frost

14.11.2018 09:09

Am Wochenende vom 10./11. November fand beim Hamburger Segel-Club die „Väterchen Frost“ Regatta für J70 und J24 statt. Die J70 Crew des JSC‘s bestand aus Leon auf dem Vorschiff, Christoph an den Schoten, Paul als Taktiker und Nicolas an der Pinne. Oliver segelte auf der J24 vom Klub am Rupenhorn mit.

Am Freitagnachmittag trafen wir uns in Konradshöhe und fuhren gegen 15 Uhr auf die Autobahn Richtung Hamburg - 18:30h kamen wir im HSC an. Wir kranten im Dunkeln und bezogen unsere Wohnung. Nach einem oder auch zwei Burgern im Restaurant ging es für uns alle ins Bett.

Der Start am Samstag war für 12 Uhr angesetzt, sodass wir ausschlafen konnten. Wir legten äußerst früh ab um nochmal alle Manöver zu üben. Leon war zum ersten Mal auf dem Schiff - Paul und Nicolas zum zweiten Mal, aber diesmal auf anderen Positionen. Nachdem Christoph alles erklärt hatte und es einigermaßen saß konnte es auch schon losgehen. Die J24-Klasse hatte den ersten Start, dies gab uns die Möglichkeit die heimtückische Alster für unsere Startkreuz noch genauer analysieren zu können. Nach einem gut geglückten Start mit freiem Wind und einer souveränen Startkreuz gingen wir als zweiter um die erste Bahnmarke. Leider gibt es bei vier Runden viele Möglichkeiten eine Baustelle zu verursachen ... Ende vom Lied war ein 10. Platz mit einem Genaker welcher in die Fock eingerollt wurde. Neues Rennen neues Glück - weniger Baustellen, aber dennoch Probleme bei den Halsen und die Tiefe auf dem Vorwind unter Genaker zu generieren. So folgten ein 7. und ein 9. Platz. An Land angekommen gab es zeitnah Essen und das ein oder andere Freibier. Der restliche Abend wurde auf dem Dom und dem Kiez, zusammen mit dem KAR, verbracht.

Mit etwas weniger Schlaf starteten wir in den Sonntag. Nicolas plante im ersten Rennen nicht mit ein, dass sich ein Genaker auch früher oder später füllt, sodass wir die Ablauftonne mit dem Genaker streichelten. Kaum hatten wir die Tonne berührt, wedelten die hochmotivierten Dänen auch schon mit ihrer Protestflagge. Hängt man einen Kringel, in dem die Abläufe nicht stimmen, hinten ran landet man schnell auf dem letzten Platz. Leider holten wir in dem Rennen nur noch Meter auf... Im Ziel haben wir uns natürlich gefragt woran es gelegen hat, denn das fragt man sich natürlich im Nachhinein immer woran es denn nun gelegen hat. Leon war der Meinung es wäre der Schrubber an Bord - unnötiges zusätzliches Gewicht. Somit war keiner Schuld und wir konnten als Team in die letzte Wettfahrt starten. Diese Verlief mit Höhen und Tiefen. Am Ende der Regatta landeten wir auf dem 10. Platz von 15 Startern. Der KAR mit Oli an Bord wurde 4. bei den J24‘s.

Um 13 Uhr waren wir wieder in Hafen und bereiteten das Kranen vor - eine dreiviertel Stunde später hatten wir nur noch ein Boot vor uns in der Kranschlange. Doch dann ging der Kran kaputt. Alle möglichen Versuche der Verantwortlichen halfen nix und wir mussten schließlich mit den restlichen im Wasser befindlichen Booten zum Kran des NRV geschleppt werden um das Boot aus dem Wasser zu holen. Um 17:15 hatten wir endlich die Autobahn erreicht, viereinhalb Stunden nach Ende der letzten Wettfahrt.

Alles in allem war es ein sehr schönes Wochenende und Training für die Bundesliga. Paul und Leon wissen nun wie die Abläufe funktionieren. Nicolas hat gute Starts gefahren und Nervenstärke bewiesen. Er hat noch Probleme die Winkel auf dem Vorwind zu treffen, aber kann im Notfall bei der Bundesliga einspringen. Leider ist die Saison jetzt für uns alle vorbei, wir freuen uns auf 2019.

Viele Grüße von Leon, Paul, Nico und Christoph.

Kulinarischer Winterspaziergang 2018

11.11.2018 21:53

Angebote unserer Gastronomie

 

Das winterlliche Angebot unserer Gastronomie
zur Vor- und Weihnachtszeit ist veröffentlicht!

Finn Finale 2018

05.11.2018 14:14

Wenn im Kalender November steht, kann man nur noch an das bekannte Finn- Finale im Klub am Rupenhorn denken!
Dieses Mal war Nico Thierse nicht alleine, denn Oliver Szymanski stieg das erste Mal auf den olympischen Finn. Olivers Kommentar: " Es wird mal Zeit die berühmte Finnklasse unsicher zu machen!" Ab hier sind Nico und Olli "Wir".

Samstag konnte die Finnklasse leider nicht auslaufen, da zu wenig Wind auf dem bekannten Schildhorn wehte. Oliver hatte dafür genug Zeit sich mit dem Innenleben des Charterbootes auseinanderzusetzen und sich Praxis Tipps einzuholen. Die Verpflegung am Samstag bestand aus einem Lunchpaket, das eigentlich auf dem Wasser ausgehändigt werden sollte. Dies wurde aber an Land ausgegeben, sodass der große Hunger gestillt werden konnte. Um 14 Uhr wurde dann die Warterei von der Wettfahrtleitung beendet. Um sie genau zu zittieren: "Heute morgen war kein Wind, jetzt ist garkein Wind!" Dafür wurde die Startzeit am Sonntag auf 10 Uhr vorgelegt um sicher 3 Wettfahrten in den Kasten zu bekommen.

Pünktlich sind wir eine Stunde vor dem Start ins Boot gestiegen, natürlich barfuss, denn dann bleiben die Schühchen trocken, um uns mit den Windverhaltnissen auseinanderzusetzen. Unser Sportwart Hartmut Oback unterstütze uns beim Ablegen und auf dem Wasser.
Die Starts der 46 Boote verliefen reibungslos und die bekannten Dreher plus Windlöcher waren ebenfalls in den Rennkursen eingebaut. Wir konnten diese zum größten Teil gut erkennen und das beste draus machen.
Es wurden 3 Wettfahrten bei Winden zwischen 3 und 10 Knoten gesegelt. Nico beendet die Saison mit dem 10. Platz (4,23, 8) und Oliver mit dem 8. Platz (13,7,11). "Top Zehn, passt! In einem World Cup wären wir im Medal Race gelandet!" meinen Nico und Oliver zu Hartmut!

Nico erfuhr von einem Finnsegler, als er im hinteren Drittel der 2. Wettfahrt landete, auch noch eine weitere Methode den Finn im Pulk bei der Leetonnenrundung ab zu bremsen. Nico hörte von Achteraus:" Kannst du mich mal nach hinten schieben?" Für beide eine gute Lösung die Tonne schadenfrei zu runden.
Die Siegerehrung war sehr familiär und die ersten 15 Segler bekamen sogar eine schicke Sportmütze mit integriertem Loch im oberen Drittel damit der Zopf schön baumeln kann.
Gratulation an Max Kohlhoff, der das Finn Finale gewonnen hat, an den zweiten Platz Dirk Loewe und den dritten Platz Lars Haverland.

Oliver hat Blut geleckt und möchte nächstes Jahr sicher wieder mit dabei sein. Nico beendet die Segelsaison und konzentriert sich im Winter auf das Krafttraining um in der neuen Saison bzw. dem vorolympischen Jahr Kante zu zeigen!
Ein großes Dankeschön geht an den Bootsinhaber André Butzien, da die Rennjolle spitzenmäßig in Schuss war und alles organisatorische super geklappt hat! Danke Hartmut für die aktuellsten News aus dem Segelsport sowie seine seelische Unterstützung.
Nico und Oliver

Ergebnisse findet man hier.

Meister der Meister 2018

31.10.2018 10:19

Bericht Meisterschaft der Meister 2018

Als Int. Deutscher Meister im Finn Dinghy hatte Nicolas zugleich die Berechtigung ein Team für die „Meisterschaft der Meister 2018“ stellen zu dürfen. Diese findet jedes Jahr vor dem Hamburger Segel-Club auf der Außenalster statt. In diesem Jahr wurde der Titel „Meister der Meister“ auf einer First18 am Wochenende des 27./28.Okt. ausgetragen. Das Segelformat glich dem wie in der Deutschen Segelbundesliga.

Das Team bildete sich ziemlich schnell und unkompliziert. Daniel als Taktiker und auf dem „Vorschiff“, Oliver an den Schoten und ich am Ruder. Ohne Training fuhren wir am Freitag also nach Hamburg, meldeten, übernahmen den Wohnungsschlüssel und begutachteten den Kahn. Ein Mix aus Europe, J70 und Nacra 17. Wir waren sehr gespannt wie sich der Mischling segelt. Bevor wir aber unseren Leistungsschlaf antraten stand auf der Checkliste“ den Kiez unsicher machen“. 1,2,3,4…. Astra ließen uns gut einschlafen.

Am ersten Regattatag hatten wir das Glück mit dem Mischling auf den Regattakurs rauszusegeln. Dies haben wir als Chance genutzt um Manöver, Fahrverhalten und den Segeltrimm auszuschecken. Die Segelbedingungen waren hervorragend für ein kennenlernen der außergewöhnlichen Bootsklasse. Die Vorbereitungen für den ersten Start waren getroffen. Rechts Starten und dann gucken was passiert, denn die Alster steckt voller Überraschungen. Leider verlief der erste Start nicht wie geplant. Wir waren zu nah an der Startlinie und mussten unseren Bootsspeed reduzieren, um nicht über die imaginäre Startlinie zu fahren. Nicolas Livekommentar: „Bring den Eimer mal wieder in Fahrt!“ Das ersten Rennen konnten wir noch mit einem 5. Platz retten, da die Manöver perfekt aufeinander abgestimmt waren und die Taktik stimmte. Die weiteren Rennen verliefen mit verschiedensten Höhen und Tiefen. Im Endeffekt fehlte es manchmal an der Ortskenntnis und spontan schnell Entscheidungen zu fällen aber laut Blacky: „Auf der Alster ist alles drin!“. Später am Tage änderte er die Aussage jedoch in: „Schlimmer als der Tegeler See!“

Wir konnten schnell unsere Stärken erkennen und ausbauen. Was sehr gut funktioniert hat, waren die restlichen Starts, die Manöver, sowohl auf der Kreuz als auch auf dem Vorwind, trotz kurzer Vorbereitung auf einem unbekannten Boot und, dass Nicolas das erste mal eine Crew von A nach B kutschiert hat. Die Stimmung war Super!!

Das Wochenende war quasi ein erschwertes Training für die Segelbundesliga, da die Fleetrennen im selben Format absolviert wurden.

Insgesamt landeten wir auf dem 11. Platz von 32 Meistern. Leider knapp an den Top10, sowie dem Halbfinale unter den ersten Acht vorbei, aber dafür sind wir nun mit mehr Erfahrungen bestückt, vor allem mit dem Fahrgefühl der First 18 (was wir sicher nicht so schnell vergessen werden). Außerdem sind wir motiviert nächstes Jahr wieder eine Qualifikation zu ersegeln.

Euer Oli, Daniel und Nicolas

Weiterer Bericht und Bilder auf den Seiten des HSC. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pepe Hartmann.

JSC Oktober Regatta

04.10.2018 13:46

Am vergangenen Samstag, den 29.09.2018, fanden sich 65 Segler und Seglerinnen, aus 12  Tegeler Segelclubs, anlässlich unserer 6.Clubwettfahrt, besser bekannt als die Oktoberfestregatta, auf der Oberhavel ein. Nach einer Startverschiebung und kurzer Bedenkzeit für den Wind, kam sie endlich: die sehnsüchtig erwartete Windwalze. So konnte unser Wettfahrtleiter, Hartmut, alle 4 Startklassen ohne Unterbrechung starten, da auch keiner der Startlinie gefährlich nah kam. Dies wäre bei dieser Regatta suboptimal gewesen, da konsequent mit „U“ gestartet wurde.

Wir durften vom Startschiff eine wunderbare Clubwettfahrt zum Saisonende bei herrlichem Wetter genießen! Leider hat uns der Wind am Ende verlassen, sodass 2 Boote das Ziel nicht überqueren konnten. Es war ein gelungener Segelsamstag, bei dem die Stimmung schlussendlich, auch während der Siegerehrung, super war. Um es mit dem bekannten Slogan von Hartmut zu sagen: Große Begeisterung! Und nun bis zum nächsten Jahr - auf zu neuen Clubwettfahrten!

Eure Julia

Ergebnislisten siehe JSC Sport Oktober Regatta - Fotos siehe Galerie 2018

JSC beim Ahorn Cup

04.10.2018 01:36

Der Joersfelder Segel Club fuhr mit 11 Optimisten zum Ahorn-Cup an den Plauer See. Nach der Ankunft am Freitag Abend bezogen alle ihre Häuser, in denen sie dieses Wochenende verbrachten, wenn sie nicht gerade segelten. Am nächsten Morgen ging es dann mit Vorfreude hinaus auf den See. Leider hatten wir kaum Wind und es gab fast zwei Stunden Startverschiebung. Am Ende konnte nur eine Wettfahrt gesegelt werden. Zurück an Land auf dem Campingplatz bestellten wir gemeinsam Pizza und spielten noch bis in den späten Abend. Am nächsten Morgen gab es endlich ausreichenden, wenn auch nicht starken, Wind. Die Wettfahrtleitung setzte drei Wettfahrten an, in denen die Segler des JSC sehr erfolgreich waren: wir gewannen gemeinsam die Mannschaftswertung aus über 10 Vereinen in Opti B als bester Segelverein.

 

Gestartet sind: Darius, Elias, Benedikt, Oskar, Jean-Pascal, Florian G., Florian S., Adrian, Moritz, Nele, Leonel.

Trainer: Leon, Annika, Katharina

Bericht von Darius und Elias

Unglaublich - aber wahr

01.10.2018 14:48

Sirenen (oder Nixen?) in Plau bei der Nevellüüchtregatta im Einsatz

Ich wurde gebeten, die Schilderung meines in Plau erfahrenen Erlebnisses niederzuschreiben. Dem komme ich hiermit nach.

Am Samstag, dem 29.9.2018, wurde bei der Steuermannsbesprechung vom 2. Vorsitzenden darauf hingewiesen, dass der um einen ¾ Meter gesunkene Wasserstand des Plauer Sees im Hafen des PHL einige Unterwasserhindernisse hat auftauchen lassen. Diese waren durch Fender gekennzeichnet und sollten gemieden werden. Also fuhr ich nach dem Ablegen brav in der Mitte des Hafens in großem Abstand zu den markierten Hindernissen in Richtung Hafenausfahrt. Jedoch genau in derselben war ein bis dahin unbekannter „Torfhügel“, den ich zielsicher traf und in den der Kiel meines 2.4 sich so richtig einwühlte. Ich kam alleine nicht mehr dort herunter, alle Mobos waren als Schlepper im Stadthafen eingesetzt. Ich bereitete mich also mental auf einen längeren Aufenthalt vor. Doch es geschah etwas, womit ich niemals gerechnet hatte und das mir auch kaum einer, der es nicht selber gesehen hatte, glaubte.

Ich wurde auf eine höchst ungewöhnliche Weise aus meiner misslichen Lage befreit. Ein wenig „Abenteuer des Odysseus“ – Feeling kam bei mir auf, als spontan zwei Damen mir vom Steg aus zuriefen: „Poldi wir retten Dich“. In Windeseile entledigten die beiden sich ihrer Kleidung, sprangen im Evakostüm ins Wasser und schwammen zu mir. Mit vereinten Kräften schoben sie mich vom Torfhügel und entschuldigten sich, dass sie keinen Badeanzug anhätten. Odysseus ließ sich an den Mast seines Bootes binden, um nicht den Verlockungen der Sirenen zu erliegen und ins Wasser zu springen. Ich kam alleine ja eh nicht aus dem 2.4 heraus, derartige Vorkehrungen waren also unnötig. Auch konnte ich nicht entscheiden, ob dies Sirenen oder Nixen waren.
Wie auch immer, als ich diese Geschichte am Klassen-Abend erzählte, war es offenbar schon Plauer Stadtgespräch geworden. Einige 2.4 Segler glaubten es allerdings erst, nachdem einige Augenzeuginnen den Wahrheitsgehalt bestätigten.
Kurzum, diese beiden Ehefrauen anderer 2.4 Segler schrieben Geschichte für die Annalen der Nevellüüchtregatta des Plauer Hai-Live. Ich war sowohl total platt über diesen Einsatz als natürlich auch sehr dankbar. Als kleines Dankeschön bekamen beide von mir je eine Flasche französischen Prickelgetränkes überreicht. Ein großes Hallo und tosender Beifall aller Anwesenden rundete meinen Dank ab. Anfragen, wo genau denn dieser Hügel im Hafen liege, lies ich unbeantwortet.
Ihr beiden Nixen oder Sirenen, ihr seid die absoluten Heldinnen - ein wirklich „sagenhafter“ Einsatz von euch beiden.

Herzlichen Dank!
Poldi

Der Regattabericht (Kalle Dehler) und Regattaergebnissse (m2s)

JSC Jollenwettfahrten 2018

13.09.2018 16:59

Für das Wochenende 8. – 9. September hatte der JSC für drei Bootsklassen Ranglisten-Regatten ausgeschrieben.
18 Meldungen zur Goldplakette / BM für Olympiajollen
20 Meldungen zum Fallbeil für Piraten
14 Meldungen zum Vier-Zwo-Cup für 420er
Als Veranstalter freuten wir uns über das Teilnehmerfeld von 52 Booten mit 86 Regattafreaks auf dem Tegeler See. Am Samstag bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen konnten 3 Wettfahrten bei 8 – 14 kts Wind aus S/W erfolgreich durchgeführt werden.

Damit waren die Voraussetzungen für die Gültigkeit der BM für O-Jollen erfüllt. Mit den Winddrehern mußten alle Crews zurecht kommen. Die Wettfahrtleitung hatte auch alle Hände voll zutun, um jeweils sportive Dreieckkurse aus zu legen.

Die in der Segelanweisung alternativ angebotene Variante mit 2 zusätzlichen farbigen Luv-Bahnmarken kam aufgrund der nicht zyklischen Winddreher nicht zum Zuge. Bemerkenswert das „tote Rennen“ zwischen Martin Pirner und Holger Kalinna mit Punkteteilung im 1. Rennen. Der Tag wurde im JSC bei rustikalem Essen mit Freigetränken beschlossen.

Die Windprognosen für Sonntag trafen leider ein. Bis 12:00h erfolgten Wetterbeobachtungen auf dem See und nach Rücksprache mit allen Crews wurde dann A unter AP am Flaggenmast gezeigt.

Berliner Meister und Gewinner der vom Leihhaus Goebel gesponserten goldenen Plakette wurde Dr. Jochen Pirner von der Seglergemeinschaft Schwielochsee knapp vor seinem Sohn Martin aus dem gleichen Club und Kay Nickelkoppe vom Segelclub Schwielochsee. Also erstmalig bei der JSC-Goldplakette: drei Aktive vom Schwielochsee auf dem Podium!!!

Für den JSC ging Christoph Cornelius an den Start. Erstmalig in O-Jolle gestiegen mit einigen Problemen auf dem Promoboot der O-Jollen KV: Segel aus Mastkeep gerauscht.

Beim Fallbeil der Piraten waren die ersten drei Platzierten nur mit einem Punkt voneinander getrennt! Die Sieger Gunter Edinger (10 Pkt.), Segel Club Spandau mit Oliver Bajon vor dem Team Navina Huth, Segel Club Odin mit Roderic Frantzheld (10 Pkt.) und Andreas Magnus Ebel, Wassersport-Verein Güstrow mit Martin Schlichting (11 Pkt).

Den Wanderpokal beste Piraten Jugendmannschaft erkämpften sich Melissa Kleiß Pro Sport Berlin mit Antonia Köther.

Arne Claus mit Olaf Mierheim vom JSC belegten einen beachtlichen 4. Platz.

Beim Vier-Zwo-Cup der 420er ersegelte sich das Team Finn Semmer, Potsdamer Yacht Club mit Julius Frank souverän den Gesamtsieg (2 -1 -1).

Nele Wettstein, Segler-Club Gothia mit Maria Arlt belegten den 2. Platz vor Tom Lukas Voigt vom Verein Seglerhaus am Wannsee mit Jean Ali Franke.

Die JSC-Teams Frederik van Lawick/Darian Wöhlert und Julia Zemke/Malte Schrader belegten die Plätze 10 und 11.

Die Wettfahrtleitung bedankte sich abschließend bei den Aktiven für die Fairniss auf der Piste (keine Protestverhandlungen), bei dem gesamten JSC-Wettfahrtkomitee sowie beim Jury-Obmann Bernhard Gutsche vom Segel Club Nordstern.

Das JSC Regattateam

Ergebnisse: www.manage2sail.com
Weitere Fotos unter http://www.seglerbilder.de

Prien City Cup 2018

10.09.2018 19:34

Mit dem 2.4mR auf dem Chiemsee

Vom 31.8. bis 2.9.2018 fand auf dem Chiemsee der diesjährige Prien City Cup für die 2.4 mR Klasse mit 9 ausgeschriebenen Wettfahrten statt. Ein Revier, dass für meist schönes Wetter und schwache Winde bekannt ist. Doch die Umgebung ist so schön, ein paar Tage Urlaub neben der Segelei lohnen sich einfach.
So reisten wir mit zwei Fahrrädern im Kofferraum und dem 2.4-Anhänger hinten dran schon einige Tage früher ins Chiemgau und erkundeten die schöne Gegend bei herrlichem und windstillem Wetter, einige Einkehrkurven eingeschlossen. Am Mittwoch dann in Ruhe das Schiffchen ins Wasser gesetzt, ehe der große Ansturm der 24 Teilnehmer aus dem In- und Ausland einsetzte.

Freitag startete der Tag mit Regen und Weißwurstfrühstück im Festzelt - die Veranstalter waren auf alles vorbereitet. Es regnete den ganzen Tag, warm war es auch nicht wirklich, aber der Wind blies untypisch für den Chiemsee relativ konstant mit 2-3 Bft. Wettfahrtleiter Kai Schreiber zog dann auch vier statt der geplanten drei Wettfahrten durch. Machte trotz Regen echt Spaß. Und die richtige Kleidung hielt Wasser und Kälte vom Körper fern.
Abends bestätigte dann der Blick auf die Ergebnisliste meine Befürchtung und riss einen der Lokalmatadore zu der Äußerung hin: "Poldi, da setzt Du Dich einfach ins Boot, fährst drauf los und auch noch vorne weg. Morgen passen wir auf Dich auf!" Mit den Plätzen 2, 3, 3, 1 war ich tatsächlich Führender in der Gesamtwertung. Doch der Chiemsee ist bekannt für Überraschungen, ich wusste was da so kommen kann.

Und richtig, am Samstag war anfangs etwas Wind in der 5. Wettfahrt (1. Tageswf. auf Platz 7), der dann aber einschlief und für die nächsten drei Läufe klar die Leute mit einschlägigen Revierkenntnissen bevorteilte (13,12,11 für mich). Da für Sonntag Flaute vorhergesagt war, zog Kai auch die noch fehlende letzte Wettfahrt, also die neunte insgesamt bzw. 5. des Tages bei zum Glück etwas auffrischendem Wind durch. Zusammen damit 6 Stunden Regattasegeln. Entgegen allen Regeln habe ich nur wenig getrunken, aber leichten Proviant mitgehabt. So überstand ich das Ganze gut und legte noch einen abschließenden 3. Platz hin, nachdem 100 Meter vor dem Ziel ein 40kg leichterer Segler noch vor Wind an mir vorbeizog. Wasserwiderstand ist bei gleicher Rumpfform hauptsächlich von der Verdrängung abhängig. Und bei einem so geringen Bootsgewicht sind 40kg eben ausschlaggebend.

Resultat: insgesamt Fünfter und die feste Absicht, meine Körpermasse zu reduzieren. Sieger wurde Manfred Barhainski vor Christian Bodler, beides erfahrene Segler aus dem SCPC.

Alle waren happy, dass sie am Sonntag nicht mehr auf dem Wasser rumeiern mussten - obwohl da wieder die Sonne schien.

Besonders bemerkenswert ist der ehrenamtliche Einsatz der Mitglieder des Segel-Club Prien Chiemsee. Neben einer super Regattaleitung betreuten sie uns mit sagenhaftem Enthusiasmus und bewirteten uns mit hervorragenden selbstgemachten Leckereien, sodass ich meine Gewichtsreduktion bis zuhause aufschob. Ein riesiges Dankeschön an unsere bayerischen Gastgeber! Das war bonfortionös, wie der Berliner sagt.

Poldi

Elias ist Landesjüngstenmeister SH

06.09.2018 14:38

Da de diesjährige Deutsche Meisterschaft in Wismar auf der Ostsee stattfindet, wir bis dahin aber nur noch Binnenregatten segeln, haben Paco und ich uns kurzfristig entschieden die Landesmeisterschaft in Schleswig-Holstein mitzusegeln. So waren wir am vergangenen Wochenende in Travemünde. Dort waren alle Jüngsten- und Jugendklassen vertreten. Bei den 420er gingen 25 Boote an den Start. Am Samstag konnten wir nach zwei Start-Ziel Siegen noch einen zweiten Platz verbuchen und konnten uns als Tagessieger dann beruhigt auf die Isomatte hauen. Am Samstag gab es dann noch zwei Rennen, die wir mit einem ersten und einem vierten Platz abschlossen. Das bedeutete dann den Gesamtsieg für den es einen Glaspokal mit Lübecker Marzipan gab. Am Mittwoch geht´s dann mit Zelle schon weiter zur Bayrischen Jugendwoche nach Starnberg und eine Woche später steht mit dem Oktoberfestpreis die 1.WMA/EMA auf dem Plan. Bilder und weitere Infos findet ihr auch auf unserer Team Website: https://www.melzer-falke.de/ 
 
Viele Grüße,
Euer Elias

J24 WM 2018 am Gardasee

04.09.2018 16:19

Wir sind zurück von der WM und blicken auf eine sehr erfolgreiche und unglaublich schöne Woche zurück. Doch alles der Reihe nach:
Trucker-Team Stephan, Blacky, Jeronimo und Felix machten sich am vergangenen Freitag am frühen Morgen mit dem Boot auf dem Weg zum Gardasee, während Timo und Loui am Samstag früh per low-cost airline nachflogen. Nach einer weitestgehend reibungslosen Vermessung bei nicht gerade italienischen Traumwetter (Regen) am Samstag, zeigte sich Riva del Garda ab Sonntag von seiner schönsten Seite: Lehrbuchartige Ora und Vento bei strahlendem Sonnenschein erlaubten uns sowohl einige Trainingsschläge als auch ein tolles Practice Race zu segeln.

Die Opening Ceremony wurde aufgrund eines Feuerwerks auf Montag verschoben, weshalb wir den Sonntag Abend zum "Aufspecken" in der Pizzeria verbrachten. Im Voraus der Regatta hatten wir einige Gewichtsprobleme, da wir das Maximalgewicht von 400kg zeitweilig um bis zu 15kg überschritten hatten (Kommentar von Stephan: “Man kriegt die Jungs zwar aus dem Speckgürtel aber den Speckgürtel nicht aus den Jungs”) und mussten nun die verlorenen Kilos wieder auf die Kante bringen.

Der erste Regattatag verlief gut (9, 17, 18) und nach einem phänomenalen 2. Tag (1, 2), lagen wir nach 5 Rennen auf Platz 5 von 89. Startern. Vom stetigem Ora-Wind um 13-20 Knoten und strahlenden Sonnenschein konnten wir nicht genug kriegen.

Der Dienstag Abend endete mit einem vom Veranstalter organisierten Gala-Dinner in der Burg von Riva del Garda.

Am dritten Tag konnten wir uns mit zwei weiteren starken Rennen (4, 3) auf den 3. Platz vorkämpfen. Donnerstag gab es aufgrund schlechten Wetters leider keine Ora und es konnten keine Wettfahrten gesegelt werden. Am letzten Tag standen nun also noch 3 Wettfahrten aus und die Windvorhersage war ähnlich schlecht wie am Tag zuvor. Die Wettfahrtleitung entschied sich daraufhin von dem ursprünglichen Plan um 13:00 zu starten abzuweichen und den Start auf 8:30 vorzuverlegen. Auch unser Abendprogramm wurde deshalb um zwei Stunden nach vorne gezogen und wir waren pünktlich im Bett.

Und tatsächlich, nach einem kleinen Gewitter am morgen fanden wir uns um 10:00 mit herrlichen 20 Knoten auf der Bahn, mit Wind allerdings genau aus der anderen Richtung als die letzten Tage (Vento).

Wir kamen mit disem Windsystem leider nicht besonders gut klar, entschieden uns zu oft für die falsche Seite und segelten nur 3 mittelmäßige Wettfahrten (25, 31, 24).

Im Gesamtklassement enden wir damit auf Platz 6, sind aber insgesamt sehr zufrieden - bestes europäisches Team und vor uns so gut wie nur professionelle Teams.

Glückwunsch an die starken amerikanischen Teams (Platz 1, 3, 4, 5), allen voran Will Welles zu seinem zweite WM-Titel und auch den Japanern von Siesta zum Vize-Titel.

Vielen Dank auch an unsere On-Shore Crew um Stephan und Matt (und im zweiten Teil der Woche Hanni, Frank und Tina) für den tollen Support.

Wir hatten eine schöne Woche und freuen uns auf die nächsten Events.

Eure JJOne

JSC im Regatta – Sport weiterhin erfolgreich

03.09.2018 10:46

Drachen IDM
Vom 02.-05.08 2018 wurde die Internationale Meisterschaft der Drachen vom Norddeutschen Regatta Verein auf der Außenalster ausgerichtet. 60 Boote waren am Start. Die Crew Harald Gusek, Florian Jakob, Thomas Birkner ersegelten auf ihrem Drachen „EL GUANCHE“ nach 10 Wettfahrten einen sehr guten 11. Platz. Glückwunsch! Ergebnisse: manage2sail

J24 World
Vom 23.- 31.08.2018 waren beim J 24 World Championship auf dem Gardasee insgesamt 89 Boote am Start. Unsere WM Japan-Crew Daniel Frost, Jeronimo Landauer, Daniel Schwarze, Felix Leupold, Timo Chorrosch auf der Club „JJ one“ ersegelten nach 10 Rennen bei schwierigen Wetterbedingungen einen hervorragenden 6. Platz(!) und waren damit beste Europäer. Unsere Glückwünsche! Ein ausführlicher Bericht ist hier ebenfalls veröffentlicht.
Ergebnisse: Internet J24 world championship 2018 Fragila Vela Riva

2.4 mR Bayrische Meisterschaft
Vom 30.08.- 02.09. 2018 richtete der Segelclub Prien e.V. Chiemsee den Prien City Cup aus. 24 Crews fanden sich ein. Nach 9 Rennen mit Chiemsee typischen Wetterbedingungen errang Bernd Käther auf „viva la vida“ einen tollen 5. Platz! Poldi kommt immer besser in Fahrt. Glückwunsch!
Ergebnisse: manage2sail

Nord. Folkeboot Berolina Cup
Vom 01.-02. 2018 veranstaltete der Segler-Verein Stössensee den Berolina Cup. Stephan Goebel, gerade als Schlachtenbummler und Bootstransporteur von der World J24 zurück, sprang auf sein Folke „Salto di Vento“ auf. 16 Folke waren am Star . Mit seiner Mannschaft Sonja und Lars Kiewning ersegelten sie nach 3 Wettfahrten den 4. Platz Auch hier unser Glückwunsch!
Ergebnisse: manag2sail

JSC - Team startete bei der 2. Deutschen Segel-Bundesliga vor dem VSaW

30.08.2018 11:59

Vom 24-26.08 fand auf dem Wannsee das vierte Event der 2.Bundesliga statt. Vom JSC waren Nicolas Thierse (Vorschiff), Oliver Szymanski (Trimmer), Cynthia Sassenroth (Taktik) und Christoph Cornelius (Steuermann) am Start.
Dabei ist Nico spontan für Georg eingesprungen, der sich eine Woche vor der Regatta am Knie verletzt hat.
Das Event, ausgerichtet vom VSaW, war, wie für den Wannsee üblich, seglerisch einzigartig. Der Westwind sorgte dafür, dass auf dem Kurs der zweiten Segelbundesliga zwei Windsysteme des Wannsees stritten, und es lag an uns, zu analysieren, welche Seite des Kurses am Ende gewinnen sollte.

Die Böen und Dreher mussten ständig aufmerksam beobachtet, die Taktik permanent angepasst werden. Was taktisch auf der ersten Kreuz noch gut funktioniert hat, musste auf der nächsten Kreuz nicht wieder zum Erfolg führen. Ein Rennen war nie beendet, bevor man über die Ziellinie segelte, unzählige Läufe wurden auf dem letzten Vorwindschlag entschieden.
Leider gelang es uns in den ersten Rennen nicht, die vorderen Plätze zu halten und so mischen sich in die an sich gute Serie einige Ausreißer. In der Segelbundesliga gibt es keinen Streicher, jeden einzelnen Punkt muss man mit in die Wertung nehmen. Dann heißt es also hoffen: dass auch andere Teams sich mal einen Patzer erlauben, und dass die Böe auf der eigenen Seite im nächsten Rennen durchhält.

Im Laufe des Events kämpften wir uns, unterstützt durch den auffrischenden Wind, vom anfangs 17. Platz in die erste Hälfte vor. Am letzten Tag gelang uns noch der Sprung vom 9. auf den 8. Platz.
Wie auch in den anderen Events gelang uns leider keine Top-Platzierung, aber wieder ein souveräner Platz im vorderen Mittelfeld. Durch die Konstanz in den vergangen 4 Events konnten wir den Klassenerhalt für 2019 bereits vorzeitig sichern.
Mit dieser Gewissheit konnten wir glücklich mit dem Event abschließen.

Bedanken möchten wir uns bei allen, die das Event verfolgt haben: im VSaW und zuhause am PC.
Auf dem Wasser im JSC-Shuttleboot wurden wir abwechselnd von Christina, Hanni, Frank, Peter und Hartmut begleitet.
Das nächste und letzte Event der zweiten Segelbundesliga 2018 findet in drei Wochen in Kiel statt. Als Team gehen Daniel Schwarze, Timo Chorrosch, Felix Leupold und Christoph Cornelius an den Start.
Wir hoffen weiterhin auf eine Top Event Platzierung im Jahr 2018!

Euer JSC Bundesliga Team

Die JSC Crew unserer J24 "JJone" kämpft zurzeit bei der WM auf dem Gardasee mit 89 Booten (!!) um einen Podiumsplatz. Wir drücken weiter die Daumen und werden zeitnah berichten

News von Elias Falke im 420er

15.08.2018 13:03

Am 3.Juli habe ich zusammen mit meinem Steuermann Paco unser neues Boot im Landesleistungszentrum getauft. Nach einer kleinen Rede von Martin Schlaaff konnten wir dann das Schiff glücklich ins Wasser schieben und die ersten Runden über die Müggelspree drehen.

Nach zwei Wochen Trainingslager stand dann am vergangenen Wochenende unsere erste Regatta mit neuem Material auf dem Programm.

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir an den Werbellinsee. Bei recht böigen 3 - 5 Bft hatten wir am Samstag in den ersten beiden Wettfahrten noch ein paar Schwierigkeiten mit der Abstimmung und kamen an vierter bzw. fünfter Stelle durchs Ziel. In der dritten Wettfahrt lief es dann schon besser und wir wurden zweiter. Das war dann auch das Tagesergebnis. Am Sonntag konnten wir dann bei nur noch 2 - 3 Bft noch zwei erste Plätze einfahren, womit wir uns den Gesamtsieg der Werbellinseeregatta sicherten. 

Beim Vier-Zwo-Cup sind wir dann leider nicht am Start, da wir uns an diesem Wochenende bei der Bayrischen Jugendwoche auf dem Starnberger See für die 1. WM-Ausscheidung eine Woche später vorbereiten.

Nicolas Thierse: Internationaler Deutscher Meister Finn-Dinghy 2018

12.08.2018 16:47

Jüngster Titelträger aller Zeiten

Beim Würtembergischen Yacht-Club in Friedrichshafen / Bodensee waren vom 7.-12. August insgesamt 64 Segler bei der IDM 2018 am Start. Nicolas startete mit seinem neuen Boot GER 723 unter dem JSC Stander. Mit 19 Jahren war er der Youngster im Feld der erfahrenen Finnsegler.

Die Windbedingungen waren sehr schwierig. Von Sturmwarnungen bis Flauten war das volle Wetterprogramm auf dem Bodensee zu verkraften. Bis Samstag konnten insgesamt 5 Wettfahrten absolviert werden. Die Ergebnisserie von Nico war beeindruckend 1 -2 -1- 2- (3) !!!!!!

Somit ging er als Führender mit 6 Punkten in das für heute angesetzte Medalrace. Das Medalrace wurde gestartet, aber aufgrund der Windverhältnisse abgebrochen.

Somit zählen die Ergebnisse der Qualifikationsserie als Gesamtergebnis:
Gold:    Nicolas Thierse, GER 723, Joersfelder Segel-Club, 6 Punkte
Silber:  Andre Budzien, GER 711, Schweriner Yacht-Club, 16 Punkte
Bronze: Peter Ganzert, GER 15, Yachtclub Immenstaad, 16 Punkte

Nicolas ist der bis heute jüngste Titelträger „Internationaler Deutscher Meister” bei den Finns !!!!
Herzliche Glückwünsche an unser erfolgreiches JSC Regatta Nachwuchstalent Nicolas und viel Erfolg bei den weiteren Regatten in dieser Saison!!!
Nicolas hat einen Bericht mit Eindrücken von der Meisterschaft zugesagt.

Gesamtergebnisliste: www.manage2sail.com

Live Ticker Sport Aktuell

05.08.2018 16:51

Am Rottachsee belegte Nicolas Thierse den ersten Platz im Finn. Er fährt danach zur IDM in Friedrichshafen - bitte hier ganz doll die Daumen drücken.

Harald Gusek und Crew belegte den 11. Platz bei der IDM der Drachen in Hamburg bei 60 Booten am Start.

Wir gratulieren ganz herzlich.

Detailberichte kommen später.

J24 Vize-Europameister 2018

30.07.2018 15:26

Wir sind zurück von der Europameisterschaft aus Flensburg. Wir blicken zurück auf eine sehr schöne und abwechslungsreiche Woche, streifenlose Bräune und viel Sonnenbrand.

Wir blicken auch zurück auf ein gutes Ergebnis – nach 2015 und 2016 unsere dritte Vize-Europameisterschaft. Am Ende war es ein extrem knappes Finish um Platz 2 und 3 mit Team “Schwere Jungs” und Team "Henk". Wir hatten einen starken letzten Tag, konnten das letzte Rennen gewinnen, uns somit im direkten Vergleich gegen Henk durchsetzen und hatten dann noch etwas Glück, dass die Schweren Jungs eine schlechte letzte Wettfahrt segelten und so Silber verspielten. Insgesamt dominierte Altmeister Peer Kock diese Europameisterschaft und hat verdient gewonnen. Er fragt sich bei seiner Serie sicher warum wir überhaupt mit Streichern in der Wertung segeln sollten.

Im Voraus stand das Event wegen geringer internationaler Meldungen (lediglich GRE, SWE, NED, GBR) organisatorisch unter Druck. Trotzdem wurde die EM nicht nur auf dem Wasser sondern auch an Land ein voller Erfolg. Vielen Dank an die vielen Helfer. Es gab jeden Abend Stegbier mit Bierpong oder Wettprömpeln (zur Entscheidung bei Punktgleichheit auf dem Wasser).

Die Fettschale des KV Grills wurde so sehr mit Wurstfett geflutet dass es am 2. Abend fast zu einer Feuerexplosion kam. Gerüchten zufolge  soll es wohl einen Tag auch Planters Punch gegeben haben, allerdings können sich die meisten Teams daran nicht mehr erinnern (muss wohl an den 2 Flaschen Rum zu viel gelegen haben). Aus Rücksicht auf die internationale Beteiligung wurde dieses Jahr auf die Abriss-Party beim Griechen verzichtet. Anstatt dessen sorgte eine lokale Live-Band am vorletzten Abend für ordentlich Dampf. Da wie wir wissen die Rauchmelder in der FSC Halle sehr sensibel sind, wurde sicherheitshalber die Feuerwehr vorher informiert um eventuelle Evakuierungen zu vermeiden.

Einen großen Dank auch an die Wettfahrtleitung die über weiteste Strecken bei nicht einfachen Bedingungen einen sehr guten Job gemacht hat. Einziger Wermutstropfen bleibt das Verhalten nach der dritten Wettfahrt in der Serie, welche bei sehr wenig Wind aus umlaufenden Richtungen ins Ziel gebracht wurde. Einige Teams stellten darauf hin einen Antrag bei der Internationalen Jury die Wettfahrt nachträglich zu annullieren. Diese teilte zunächst die Meinung der Segler und ordnete eine Annullierung an. Die Wettfahrtleitung akzeptierte diese Entscheidung jedoch nicht und drohte noch am selben Abend vehement mit dem Abbruch der Regatta (“This means you won’t have a race committee tomorrow”). Die Jury entschied am nächsten Morgen die Wettfahrt doch zu behalten. Wir teilen diese Entscheidung, finden jedoch dass sie unter äußerst unprofessionellen und einer internationalen Wettfahrtleitung unwürdigen Umständen entstanden ist.  

Vielen Dank auch an unseren Klassenpräsidenten Toddel, der in dieser schwierigen Zeit zwischen der Jury, den Seglern und der Wettfahrtleitung vermittelt, einen für alle akzeptablen Kompromiss gefunden und so die Fortführung der J/24 EM gerettet hat.

Jetzt ist es schon nicht mehr lange bis zum Saisonhighlight - der Weltmeisterschaft am Gardasee in 4 Wochen.

Wir freuen uns auf das Event und melden uns wieder von dort. Bis dahin, Eure JJone mit Cynthia Sassenroth, Daniel Frost, Felix Leupold, Daniel Schwarze und Timo Chorrosch

Travemünde 2. Deutsche Segel-Bundesliga

24.07.2018 11:28

Travemünde 2. Deutsche Segel-Bundesliga

Nachdem wir 2 Wochenenden auf dem Wannsee trainiert hatten, fühlten wir (Christoph Cornelius, Cynthia Sassenroth, Oliver Szymanski und Arved Enders-Seidlitz) uns gut auf die Segelbundesliga in Travemünde vorbereitet.
Am ersten Tag konnten wir mit einem 3. und 2. Platz gut in die Serie starten, sammelten im Laufe des Tages aber doch noch ein paar Punkte mehr. Ergebnis nach 7 Wettfahrten zwischen 11 und 20 Uhr: 9. Platz von 18 Bundesligisten.
Der Sonntag, der zweite Tag, begann nach einer dreiviertel Stunde Startverschiebung bei leichten und stark drehenden Winden mit einem 5. und 6. Platz. Obwohl wir zuhause bei genau diesen Bedingungen trainiert hatten, konnten wir keine gute Bootsgeschwindigkeit finden, zudem handelten wir uns einen ärgerlichen und im Nachhinein viel diskutierten Kringel ein. Im Laufe des Tages frischte der Wind etwas auf und wir konnten den Tag mit einer letzten guten Wettfahrt, einem 2. Platz, beenden. Glückwünsche der erleichterten Fans aus Berlin folgten prompt, Gesamtergebnis Platz 12.
Am Montag, dem letzten Tag, starteten wir in der ersten Wettfahrt bei leichten aber stetigen Winden zu früh und mussten uns bereinigen. Zusammen mit uns fuhr noch ein anderes Boot zurück, welches die bessere Kreuzseite wählte und somit vor uns durchs Ziel fuhr. Wir überquerten die Ziellinie auf der 5. Position, um dann glücklich und überrascht festzustellen, dass wir damit den 2. Platz erreicht hatten. Alle Boote waren beim Startsignal über der Linie, lediglich wir und das andere Team, dass sich bereinigte, bekamen keinen OCS! Nach einem 4. Platz in der zweiten Tageswettfahrt mussten wir nach dem Zieleinlauf der dritten und letzten Wettfahrt zittern. Der YCBG war nach einem spannenden letzten Vorwind gefühlt gleichzeitig mit uns über die Ziellinie gefahren. Auf dem Weg in den Hafen dann die Erleichterung, wir hatten es geschafft und waren 3. der Wettfahrt. Insgesamt haben wir damit den 9. Platz erreicht, erste Hälfte beziehungsweise top ten.
Fazit der Regatta: Ziel erreicht, wir sind auf den letzten Zentimetern dank des 3. Platzes in der ersten Hälfte gelandet. Frei nach Hartmut Oback: Große Erleichterung! Für die nächsten Events ist aber definitiv noch Luft nach oben. Wir hatten viel Spaß zusammen und würden uns freuen, bald wieder zusammen bei der Bundesliga zu segeln.
Erst einmal steht aber für Rudi mit dem Team JJOne die J24 Europameisterschaft in Flensburg an. Viel Glück dafür!

Liebe Grüße von eurem Liga-Team Arved, Chrissi, Olli und Cynthia