Joersfelder Nachrichten

Nach fast 25 Jahren...

02.02.2020 20:20

Abschied von unseren Gastronomie-Pächtern

Kurz vor ihrem 25jährigem Jubiläum gingen die Pächter unserer Gastronomie, die Eheleute Alice Kuzaj und Marco Balkow, auf einen neuen Weg.

Es war beinahe undenkbar, dass das einmal passieren würde, sie gehörten fest zur Joersfelder Familie. Beliebt und geschätzt ob ihrer guten Küche, des freundlichen Service und der stets perfekten Ausgestaltung von unzähligen Clubveranstaltungen, privaten Feiern und Außer-Haus-Service nicht nur bei bzw. von den Clubmitgliedern, sondern auch Nachbarn und vielen weiteren zufriedenen Kunden.

Im Jahre 1995 wurden das damals noch sehr junge Paar vom gerade frisch gewählten Vorsitzenden Bernd-Leopold Käther auf ihre Bewerbung hin auserkoren, den JSC gastronomisch zu verwöhnen. Von vielen Mitgliedern da noch als "gewagtes Unterfangen" bezeichnet, wuchsen die beiden sehr schnell in die Herzen aller. Viele beneideten uns um sie, lobten Küche und Service. Vieles haben wir gemeinsam geschafft, voneinander profitiert, miteinander erlebt.

Nun wollen sie sich zu unserem allergrößten Bedauern verändern, das müssen wir akzeptieren.

Der 1. und 2. Vorsitzende, Ralf Rohdemann und Oswin Ehrmann, bedankten sich bei ihnen mit einer Laudatio und überreichten einen Blumenstrauß und ein kleines Präsent. Danach wurde ordentlich gefeiert und wie üblich Skat gedroschen.

Zum Abschied gab es einen Ausstand, wie sie sagten "Reste vernichten"! Die Anwesenden würdigten und bejubelten die beiden, wenn auch zum letzten Mal.

VIELEN DANK FÜR DIE VIELEN SCHÖNEN JAHRE!

Präsentation der Umweltordnung

27.01.2020 10:31

Die Folien von der Präsentation der Umweltordnung befinden sich nun im Download-Bereich für Mitglieder, dort wo sich die Satzung und die Umweltordnung befinden. Zum Download muss man eingeloggt sein.

Wir trauern um Heidi Scheel

25.01.2020 12:48

Heidemarie Scheel ist am 21.1.2020 im Alter von 76 Jahren verstorben.

Sie war die jüngere Tochter unseres ehemaligen 1. Vorsitzenden und Ehrenmitgliedes Leopold Kluge und Tante von Bernd-Leopold Käther, beide unter dem Spitznamen "Poldi" bekannt.

Heidi Scheel geb. Kluge verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Tegelort und auch im JSC. Ihre Ehe brachte sie erst viele Jahre nach Persien, dann nach Hamburg. Erst 2007 zog sie mit ihrem Mann Werner in ihr ehemaliges Elternhaus in der Marlenestraße und trat als außerordentliches Mitglied in den JSC ein. Aus gesundheitlichen Gründen wandelte sie dies in eine fördernde Mitgliedschaft.

Unsere älteren Mitglieder kennen sie noch aus Kindheits- und Jugenderinnerungen.

Kutte David erzählt z.B. gerne Anekdoten, wie sie mit den Clubmitgliedern umsprang, die ihren Vater Poldi Kluge nach einem geselligen Beisammensein im JSC in guter Absicht sicher nach Hause geleiteten.

Sportkalender

16.01.2020 17:14

Die Termine der Sportveranstaltungen des und mit dem JSC sind im Sportkalender 2020 übersichtlich aufgeführt.

Dieser ist in der Rubrik "Sport" und hier unten zum Download bereitgestellt.

Etwas für die Bildung

16.01.2020 11:59

Führung durch die Humboldt-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum

Beinahe schon traditionell ist in der kalten Jahreszeit am 22.2.2020 wieder eine Führung durch eine aktuelle Museumsausstelllung organisiert worden. Anmeldung erforderlich! Nähere Informationen für Mitglieder nach Login hier.

WILHELM UND ALEXANDER VON HUMBOLDT

AUSSTELLUNG im Deutschen Historischen Museum

Wilhelm und Alexander von Humboldt werden heute als deutsche Kosmopoliten gefeiert. Sie verkörpern die Errungenschaften öffentlicher Bildung, eine neue Sicht auf die Natur und den unvoreingenommenen Blick auf die Kulturen jenseits Europas. Ihre Biografien sind jedoch auch von den Gegensätzen ihrer Zeit geprägt: Dem in der Aufklärung entworfenen Bild der Gleichheit der Menschen stehen die Existenz von Kolonialismus und Sklaverei entgegen. Die Neuentdeckung der Natur geht auch mit ihrer Beherrschung und Zerstörung einher. Internationaler Austausch und Kooperation verhindern nicht die nationale Abgrenzung.

Bericht J24 WM Miami GER 5475 JJONE

01.12.2019 14:23

Weltmeisterschaften bei der J24 werden oftmals an den schönsten Orten ausgetragen.  2018 Am Gardasee in Italien und dieses Jahr in Miami. Nachdem wir uns eine Woche zuvor noch bei der German Open in Niendorf an der Ostsee die Füße abgefroren hatten, freuten wir uns umso mehr auf das lang ersehnte Event in Miami.
Durch geschicktes Flüge buchen konnte Felix uns erstklassige Konditionen ergattern. Nach Miami flogen Daniel Frost am Steuer, Timo Chorrosch an den Schoten, Felix Leupold im Pit, Jeronimo Landauer am Mast und Daniel Schwarze auf dem Vorschiff. Mit von der Partie wie bei allen großen Events das Beste was die Onshore Solution zu bieten hat: Stefan Göbel.
Am Donnerstag 17.10 ging es von Tegel über Zürich nach Miami. Dort kamen wir gegen 20:00 Uhr Ortszeit an, und nahmen unseren Mietwagen in Empfang. Trotz großzügiger Buchung war der Van unserem reichhaltigen Segelgepäck nicht gewachsen. So mussten einige von uns mit dem Uber zur Unterkunft fahren. Soviel vorab: Uber und Benzin sind die einzigen Sachen, die halbwegs günstig sind in Miami.

Unsere Unterkunft, das Mutiny Hotel, lag fußläufig zum Vermessungspark und zum Hafen. Wie wir später erfuhren war das Hotel in den 80er Jahren Hauptumschlagplatz für das kolumbianische Kartell. Folglich rührten wir keine Verköstigung aus dem Hotel an und mieden vor allem die Zucker und Salzstreuer.

Am ersten Abend konnten wir noch bei Dunkelheit unser Charterboot begutachten. Auf dem ersten Blick sah es ganz gut aus, aber es war ja auch dunkel.

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem kurzen Frühstück zum Boot und dem Vercharterer. Siehe da, bei Licht sieht alles etwas anders aus. Hatte der Vercharterer noch in den Emails von dem guten Zustand seines Bootes erzählt, klangen uns nun ganz andere Töne entgegen. Das Deck wurde nur halb mit Gripfarbe bemalt, der Kiel hatte ein kleines Loch, die Außenhaut müsste nochmal kurz abgeschliffen werden und und und. Alles nur Kleinigkeiten, aber trotzdem viel Arbeit und auch ärgerlich. Mit viel Einsatz bei 30 Grad im Schatten konnten wir aber dennoch alles fertigbekommen und sogar Vermessen. Wenigstens war das Boot Vermessungskonform.

Beim abendlichen Einkauf kam dann die Erkenntnis, so gut und günstig wie in Deutschland ist es in Miami nicht. 200$ Einkauf für maximal zwei Tage. Gut, dass wir wussten, dass eine gewisse Supermarktkette mittlerweile auch den USA anzufinden ist.

Am nächsten Tag ging es also zu Aldi und für wieder den gleichen Betrag konnten wir Frühstück, Wasserverpflegung und Getränke für die restliche Woche kaufen. Da machte die erste Einheit auf dem Sound gleich mehr Spaß. Gesegelt wurde zwischen Coconut Groove und Key Biscayne. Das Boot wirkte zumindest in ersten Speedtests durchaus konkurrenzfähig. Samstagabend ging es dann noch Richtung Miami Beach um auf die Vermessung, das Boot und die Regatta anzustoßen.

Sonntag machten wir noch ein paar Übungsschläge. Normalerweise ist der Sonntag bei einer WM immer für andere Aktivitäten reserviert. Aufgrund der vielen Arbeit am Boot, dem Jetlag und den 30 Grad bei 90% Luftfeuchte waren wir aber dann doch nicht mehr aus dem wohlklimatisierten Hotel mit Pool zu bekommen. 

Aus Deutschland waren ebenfalls angereist das Team "hungriger Wolf", das Team "Rotopfau" mit einer gemischten Crew aus Schweden und Deutschen und das Team "Bogus" mit einer Mischcrew aus Amis und Deutschen. Sehr International also.

Montag ging die Regatta nun also endlich los. Start fürs Practice Race war um 13:00 Uhr. Nach 4 Frühstarts vom gesamten Feld drohte der Wettfahrleiter schon die Black Flag fürs Practice Race an. Bei 80 Booten ist es nun mal sehr eng an der Linie. Der 5. Start glückte dann, aber und wir kamen gut weg und konnten auf der rechten Kursseite bei freiem Wind aufkreuzen. Der Rechtsdreher kam wie gerufen und so erreichten wir die Luvtonne mit 150 Metern Vorsprung als erster. Auf dem Spigang wurde erstmal das große Feld bewundert und das eine oder andere Foto geschossen. Auch im Ziel waren wir erster, ein gelungener Auftakt. Den Abend verbrachten wir wieder am Pool und bei der Eröffnungsfeier.

Dienstag 22.10.19
Das erste Rennen startete um 11:00 Uhr, Auslaufen also um 9:00 Uhr. Bei leichten Winden kamen wir sehr ins Schwitzen. Das lag zum einen an den 30Grad und an dem großen Feld, aber auch an den unglaublich drehenden Winden vor Miami. Mit 17 und 9 konnten wir uns aber dennoch gut behaupten.

Der zweite Tag startete gut. Nach einem nicht ganz geglückten Start konnten wir uns gut freisegeln und waren an der Tonne 1 erster. Von da an war es wie verhext, der Japaner auf zwei nahm als einziger die andere Vorwindseite und überholte uns. Passiert. Auf der Kreuz segelten wir nach Drehern aber waren nicht ganz im Rhythmus des Windes. Waren wir links mit einem Lift, waren rechts Boote mit einem noch größeren. Ins Ziel kamen wir als Achte. Zwar sehr gut, aber dennoch auch ein wenig bitter. Das zweite Rennen beendeten wir auf dem 17. Platz.

An Tag drei nahm der Wind über Nacht stark zu. Wind um die 20 Knoten, gerade noch nicht zu viel für die Genua. Nach einem mittelmäßigen Start konnten wir uns gut nach vorne arbeiten und erzielten einen Platz um die 16. Bis dato waren wir das einzige Team, was keinen Platz schlechter als 20 hatte. Schonmal nicht schlecht bei 80 Booten. Das 6. Rennen verlief ähnlich, nach einem soliden Start kamen wir in den Top 30 an der Tonne an und arbeiteten uns in Richtung Top 20 vor. An Land dann der Schreck: Frühstart bei BDF. Das tat weh. Aber das passiert leider manchmal, wenn man gut starten will. Abhaken, weitermachen.
Freitag 25.10.19. Der Wind hatte über Nacht nochmal zugenommen und wehte nun mit 23-26 Knoten über die Bucht vor Miami. Zeit für die Fock also. Der Start zum ersten Rennen des Tages verlief ok und wir waren wieder mitten im Geschehen. Auch wenn wir uns immer gut nach vorne arbeiten konnten, merkten wir doch, dass zur Feldspitze doch noch etwas fehlt. Rennen 8 verlief dafür super. 3. an Tonne 1 und 3. im Ziel. So macht das Spaß. Dass praktisch auf jedem Schenkel die Plätze 1,2 und 4-8 komplett durchgetauscht wurden, lag zum einen an dem drehenden Wind und an dem hohen Niveau der Klasse. Im Hafen dann wieder ein Schock: ein zweiter Frühstart im ersten Rennen. Die Top 10 Ambitionen waren somit hin. Verdammte Axt. Wenigstens blieb der 3. Platz im letzten Rennen als Wermutstropfen.

Der letzte Tag der WM bot nochmal alles auf. Regenschauer mit Sicht unter 50 Meter, Winddreher um die 30 Grad (wie die Temperatur) und kurze Sturmböen. Mit 29 und 16 konnten wir uns noch in die Top 20 retten und beendeten die Regatta auf einem 16. Platz. Keine allzu schlechte Leistung, aber nach dem 1. Platz 2016 und dem 6. Platz 2018 waren wir vielleicht auch etwas zu erfolgsverwöhnt. Bestes europäisches Team kam „hungriger Wolf“ auf dem 14. Platz. Die Amis waren dieses Jahr einfach zu stark. Verdient gewonnen hat das Team um Keith Withermore verdient. Die Amerikaner aus Seattle segeln schon seit Jahren zusammen, haben 2013 in Irland fast gewonnen, letztes Jahr in Italien ebenfalls und haben dieses Jahr nochmal alles mobilisiert. Regatten in Europa und viel Training in Miami zeigten ihre Wirkung. Glückwunsch an dieser Stelle nochmal, auch wenn keiner der Besatzung Deutsch spricht.
Den Abend verbrachten wir mit dem Einpacken der Segel und der Siegerehrung. Das Siegerteam lud im Anschluss die gesamte Klasse in eine Bar mit Livemusik ein, wobei Einladung nicht wie bei uns zu verstehen ist. Egal. Den Sonntag verbachten wir mit Einpacken, Aufräumen und dem Weg zum Flughafen, um den Flug Richtung Zivilisation zu erwischen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedern des JSC für die Unterstützung und das Mitfiebern aus der Ferne.
Die Ergebnisliste gibts hier.
Mit sportlichen Grüßen
Eure JJONE

Nicolas Thierse Berliner Meister im Finn

28.10.2019 17:06

Nach den Saisonhöhepunkten von Nicolas mit der WM U23 in Italien und der  IDM in Glückburg mit der Bronzemedaille fand letztes Wochenende  27.-28. Oktober ,  fast am Ende einer langen Regattasaison , die Berliner Meisterschaft im Rahmen des Eispokals beim Segel- Club Spandau statt. Bei besten Bedingungen mit Sonnenschein und frischen, böigen Winden konnten Samstag 3 Wettfahrten absolviert werden. Das Tegeler Revier ist doch hin und wieder ein „Starkwindrevier“!!!. Es entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Nach drei Wettfahrten trennten Nicolas vom 2. Platzierten Fabian Lemmel ein Punkt. Somit war der Sonntag der Tag der Entscheidung. Zunächst bei Regen und böigen Winden war „pumpen“ freigegeben und Nicolas überquerte die Ziellinie als Erster.  Im letzten Rennen ging die Windstärke merklich zurück. Aufgrund der engen Punktabstände entwickelte sich zwischen den Führenden ein intensives Matchrace.  Nach Wertung von fünf WF mit einem Streicher konnte Nicolas mit 2 Punkten Vorsprung den Gesamtsieg erringen. Große Begeisterung und Glückwunsch!!

Auf dem Foto Ehrung BM sind von links der 3. Platzierte Greg Wilcox vom Verein BERND, Nicolas Thierse und der 2. Platzierte Fabian Lemmel von der SV03 in Siegerpose.

Ergebnisliste

2DSBL endete mit dem Event in Glücksburg - jetzt mit Bericht der Segler!

23.10.2019 11:44

Am vergangenen Wochenende war das letzte Event des 2. Deutschen Segel-Bundesliga und der Joersfelder Segel-Club erreichte dort den 11. Platz in der Saisaon 2019. Damit ist der JSC auch im kommenden Jahr in der ". DSBL vertreten.

Mit dabei waren in Glückburg v.l.n.r Lennart Kuhr, Oskar Harnack, Nicolas Thierse und Christoph Cornelius. Das Copyright der Bilder hat: DSBL/Lars Wehrmann

Der detailierte Bericht der Segler weiter unten.

Hier das Gesamtergebnis der Saison 2019.

Liga Finale in Glücksburg

Vom 17.-19.10.2019 fand in Glücksburg die letzte Bundesliga Regatta dieses Jahr statt. Ausrichter war, wie auch vor 2 Jahren, der Flensburger Segel Club.

Wenige Tage vor Regattabeginn mussten leider 2 Teilnehmer aus dem für das Event geplanten Team absagen. Glücklicherweise konnten wir Lennart Kuhr, der bereits in einem Junioren Liga Event J70 Erfahrungen sammeln konnte, und Oskar Harnack, ein Optisegler des JSC, für unser Team gewinnen. Damit stand das Team für Flensburg fest: Nicolas Thierse am Steuer, Oskar auf der Taktik Position, Christoph an den Schoten und Lennart auf dem Vorschiff.

Die Anreise in das knapp 450km entfernte Glücksburg, bei Flensburg, verlief problemlos und so erreichten wir am Mittwoch Abend gegen 22 Uhr bereits unsere Unterkunft.

Die erste Wettfahrt startete am Donnerstag um 11 Uhr. Glücklicherweise waren wir am ersten Tag direkt mit dem Ablegen des Boots betraut und konnten bis zum Erreichen der Regattabahn noch ein paar Manöver eintrainieren. Wir sind in dieser Konstellation vorher noch nie zusammen gesegelt, für Oskar war es sogar das erste Mal auf einer J70.

Nachdem wir beim Rausfahren ein paar Halsen, Wenden und Setzmanöver geübt hatten ging die erste Wettfahrt auch schon los. Nach 5 Leichtwind-Wettfahrten am ersten Tag klappten die Manöver immer besser. Am kommenden Tag wurden weitere 6 Wettfahrten bei nun stärkerem Wind ausgesegelt. Bei den Bedingungen fehlte es uns an der notwendigen Souveränität und wir mussten uns mit einigen sechsten Plätzen begnügen. Auch am letzten Tag konnten wir den Trainingsvorsprung der Anderen leider nicht aufholen und beendeten die Regatta mit einem letzten Platz. In der Saisontabelle hat uns das Ergebnis um 4 Plätze nach unten versetzt, und wir beenden die Saison mit einem 11 Platz aus 18 Startern. Durch die vorrangegangenen Leistungen im Saisonverlauf bestand jedoch glücklicherweise nie die Gefahr eines Abstiegs, wie es bei vielen anderen Teams der Fall war bzw. ist. Dazu konnten Lennart und Oskar, zwei Liga Neulinge, erste Erfahrungen sammeln ohne unter Leistungs- bzw. Ergebnisdruck stehen zu müssen.

Vor allem für Oskar, der sonst in der Klasse Opti B startet, war es bestimmt eine wertvolle Erfahrung. Wir würden uns freuen wenn auch in Zukunft die Jugend des JSC unser Bundesliga Team bereichern würde. Der JSC ist einer von 36, aus über 1000 Segelvereinen in Deutschland, die in der Bundesliga eine Startberechtigung haben, und diese wollen wir auch zukünftig behalten.

Zum Schluss möchten uns bei allen Unterstützern im Verein für die vergangene Saison bedanken, ohne euch wäre das möglich gewesen!

Wir freuen uns auf die kommende Saison
Euer JSC Bundesliga Team

Eilmeldung: JSC Team startet bei der J24 - WM in Miami /USA

23.10.2019 10:37

Die größte Kielbootklasse der Welt, J24, trifft sich vom 19. – 26. Oktober zu ihrer Weltmeisterschaft 2019 auf dem Revier vor Miami/USA. 79 Boote mit 395 Aktiven aus 20 Nationen sind gemeldet. Das Team des JSC nimmt wie bisher auch an dieser WM teil. Die gecharterte J24 ist entsprechend dem JSC-Clubboot unter GER 5475 JJONE gemeldet.

Auf dem Foto von der Eröffnung hat sich die Crew in Pose gestellt.
v.l.n.r: Timo Chorrosch (Spinnaker Trimmer), Daniel Schwarze (Bow), Matt McLean (Crew-Betreuer), Stephan Goebel (Teammanager), Daniel Frost (Steuermann), Felix Leupold (Taktiker) und Jeronimo Landauer (Stratege) 

Am Samstag und Sonntag konnte die Boots-Vermessung und die Kontrolle des Crewgewichtes erfolgreich abgeschlossen werden. Montag gab es Gelegenheit zum Warm-up beim Practice Race bevor nun gestern am Dienstag die ersten beiden von insgesamt 10 ausgeschriebenen Wettfahrten absolviert wurden. Der Einstieg des JSC-Teams in die Wettfahrtserie war erfolgreich.

Mit der Tagesplatzierung als 9. Boot und z. Zt. besten deutschen bzw. sogar europäischen Mannschaft kann auf weitere erfolgreiche Ergebnisse gehofft werden. Auf jeden Fall drücken wir im Heimatverein alle unsere Daumen und werden über das aktuelle Geschehen vom Teammanager informiert.

Ein weiterer Bericht erfolgt demnächst.

Aktuelle Ergebnisse findet man hier.

Fotos & Videos der 2.4 WM online

19.10.2019 22:06

Auf der Heimfahrt hat Poldi sämtliche Bilder und Videos durchstöbert, die der Yacht Club Italiano auf seiner Homepage veröffentlicht hat, und entschieden, dass sie auch der Joersfelder Öffentlichkeit präsentiert werden müssen.

Für Bilder und das Tagesvideo von

Tag 4 - hier entlang...

Besonders empfehlenswert, wenn man wissen will, was "nass segeln" wirklich heißt.

2.4mR WM in Genua

14.10.2019 11:03

Anreise, Ausblick, Aufwärmen

Am Donnerstag, den 10.10., ging es los: Poldi und ich als Sohn/Betreuer/Coach machten uns auf den Weg nach Genua. Zunächst lagen knappe 700 Kilometer ohne Hänger von Berlin zum Chiemsee vor uns. Dort parkte Poldis Boot seit der letzten Regatta noch bei einem Segelfreund auf dem Grundstück. Von dort aus ging es am Freitag dann mit Hänger noch einmal knapp die gleiche Distanz über den Brenner an die italienische Küste, wo wir am späten Abend ankamen.

Nach zwei Tagen, die für Abladen, Vermessung, Aufbau und das Gewöhnen an den italienischen Straßenverkehr draufgingen, steht heute, am Montag, nun die erste (Übungs-)Wettfahrt, das sogenannte Practice Race an. Diese Trainingseinheit, die nicht in die finale Wertung eingeht, wird auch nötig sein: Einige der deutschen Segler berichteten nach einem ersten Übungsschlag gestern schon von einem herausfordernden Seegang vor Genuas Strand.

Mit 16 Teilnehmern ist Deutschland bei insgesamt knapp 100 Teilnehmern am stärksten vertreten. Auch auf den Titel können sich einige Hoffnung machen: Heiko Kröger (NRV) dürfte als mehrfacher Deutscher Meister, Weltmeister und Olympia-Teilnehmer definitiv um die Top-Platzierungen kämpfen. 

Poldi stapelt etwas tiefer: Mit einer Platzierung in der ersten Hälfte wäre er bei dieser Konkurrenz schon glücklich.

Tag 1: Genua - ganz oder gar nicht

Vor dem Ablegen zum Practice Race herrschte kurze Verwirrung: Startverschiebung? Rausfahren? Aber da sind doch dunkle Wolken und kein Wind...

Schließlich machten sich doch fast alle Teilnehmer auf den Weg durch die Hafenausfahrt, in der man sich beim Auslaufen ganz links halten muss, falls doch mal ein Containerschiff oder Kreuzfahrer vorbei kommt. Im Regattagebiet angekommen gab es dann auch einen Startversuch, der bei knapp 100 Schiffen standesgemäß in einem Allgemeinen Rückruf endete. Start Nummer zwei glückte dann aber und es ging auf die erste Kreuz, wobei sich der Wettergott noch Mühe gab, niemanden zu sehr zu bevorteilen: Erst konnte auf der einen Kurs-Seite deutlich mehr Höhe zur Tonne gefahren werden, dann parkten die Schiffe dort und die andere Seite kam ordentlich in Schwung.

Als die ersten Schiffe dann aber mit ausgebaumter Fock und Vorwindkurs auf die eigentliche Luv-Bahnmarke zu fuhren und die dunkle Wolke immer dichter kam, beendete die Wettfahrtleitung das Ganze lieber. Es ging ja noch um nichts und so waren alle Schiffe gerade wieder im sicheren Hafen, als der Wind in einem Regenschauer einmal ordentlich auffrischte.

Doch das sollte nur der Vorbote sein von dem, was uns Genuas Bürgermeister beim abendlichen Eröffnungsdinner im Clubhaus von Italiens ältestem Segelverein als "schlechtes Wetter" ankündigte.

Windfinder und alle anderen Wetterdienste hatten es schon seit Tagen angekündigt, waren sich nur über die Intensität uneins: Dienstag, wenn eigentlich die ersten richtigen Wettfahrten gesegelt werden sollen, wird Schietwetter. Hätte Genua Kühe und einen Deich - die einen würden über den anderen fliegen.

Und so kam es nun auch: Schon am frühen Morgen erreichte uns über die Team Germany WhatsApp-Gruppe die Nachricht, dass Startverschiebung im Hafen gilt. So konnten wir den Morgen im Hotel deutlich entspannter starten und statt um 9 Uhr im Hafen zu sein, um bald darauf auszulaufen, noch gemütlich frühstücken.

Im Hafen angekommen hatte man ohne Windschatten tatsächlich Mühe, die Autotür zu öffnen. Böen bis zu 8 Beaufort fegten hier durch. Wer als Wettfahrtleiter die Verantwortung für knapp 100 Boote mit nicht wenigen Steuerleuten im Rollstuhl trägt, musste gar nicht lange überlegen. Wie im Aushang angekündigt, wurde pünktlich um 14 Uhr final entschieden: Heute keine Wettfahrten und Auslaufverbot aus Sicherheitsgründen. Darüber war keiner böse. Einige nutzten den restlichen Tag für Stadtbummel und Museumsbesuche. Wir haben uns aber entschieden, Schutz vor Wind, Regen und Gewitter zu suchen. Nach einer Pause auf dem Hotelzimmer und als es dann endlich trocken wurde, ging es noch ein wenig nach Genua rein und zum Abendessen mit Karl "Kalle" Dehler.

Tag 2: Und sie segeln doch!

Endlich zeigt sich das ligurische Meer von seiner besten Seite! Nur ein paar kleine Schleierwölkchen für den Kontrast, etwas Rest-Welle von gestern und eine leichte Brise, von der wir hoffen müssen, dass sie durchhält. Als wir um 9 Uhr im Hafen ankamen waren schon fast alle Boote aufgebaut und die Segler ganz aufgeregt. Um kurz vor 10, eine Stunde vor dem ersten geplanten Start, ging es dann endlich los. Begleitet von dutzenden Schlauchbooten machte sich die Flotte auf den Weg ins Regattagebiet. Mal sehen, wie viel tatsächlich gesegelt werden kann: Laut Windfinder soll der Wind abflauen und drehen, außerdem hieß es im Buschfunk der Onshore-Helfer, dass sich die Wettfahrtleitung ein internes Zeitlimit gesetzt hat. Denn heute Abend hat das hiesige Aquarium als Hauptsponsor zu Besuch und Cocktail-Party geladen und man wolle dort von Seiten der Wettfahrtleitung auf jeden Fall pünktlich erscheinen... Man muss eben Prioritäten setzen und die Feste feiern, wie sie fallen.

Am Morgen danach sieht die Welt dann doch ganz anders aus: Immer für eine Überraschung gut, dieses Genua. Es wurde deutlich mehr Wind und Welle als gedacht, gestern. Immer wieder kamen, wie hier auf dem Bild, vollgelaufene Boote in den Hafen, auch aus Team Germany. Den vorgeschriebenen regelmäßigen Sinktest haben aber auch unter Realbedingungen alle bestanden. Poldi hat es ohne Badewanne nach Hause geschafft und trotzdem: „Das war das Härteste, was ich in dem Boot bisher erlebt habe“ meint er, als er pitschnass wieder an Land war. Welle um Welle ging über die kleinen Schiffe. Das Gemisch aus Salzwasser und Sonnencreme im Auge machte die Teilnahme an der dritten Wettfahrt für ihn unmöglich. 

Immerhin ist bei den herausfordernden Bedingungen ein tolles Video entstanden, zu finden auf YouTube (Link zu externer Seite)...

Tag 3: "Rin inne Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln"

Kaum war das Boot aufgebaut und der Sportler in der entsprechenden Kleidung, da ertönten zwei Schallsignale: Startverschiebung und Auslaufverbot zu Beginn des Wettfahrttages. Wieder einmal zogen dunkle Wolken an Genuas Küste entlang, die sich teilweise auch mit heftigen Regengüssen entleerten. Nur gut, dass das "race village" in dieser monströsen Hässlichkeit von Messehalle liegt, das zwar nicht ansehnlich weil ziemlich runtergerockt, dafür aber sehr praktisch groß und vor allem mit einem ausladenden Vordach daher kommt, das sogar noch die Liegeplätze der 2.4er vor Regen schützt, solange er denn artig von oben nach unten fällt.

Als dann keine Sturmwarnung mehr bestand, ging es nach draußen und eine Wettfahrt wurde gesegelt. Der Start der zweiten Tageswettfahrt wurde wieder ein allgemeiner Rückruf und als sich gerade alles neu formiert hatte, kippte der Wind um gute 40 Grad. Da wurden plötzlich alle Boote reingeschickt: Startverschiebung im Hafen. Ob es nun eine neuerliche Sturmwarnung war (die sich nicht bestätigte) oder die Wettfahrtleitung nur in Ruhe den Kurs umbauen wollte oder man Sorge hatte, dass die vom Croce Rossa Italiano (Rotes Kreuz) täglich zubereiteten Nudeln kalt würden... wir haben es nicht erfahren. Nach einer guten Stunde an Land ging es jedenfalls mit Pasta-Plautze noch einmal raus und eine zweite Tageswettfahrt wurde gesegelt. Poldi kommentierte das neuerliche Auslaufen nur semi-begeistert: "Rin inne Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln", konnte dann mit einem 40. Platz aber noch das beste Ergebnis der Regatta einfahren.

Abends haben wir die lokalen Gastronomen dann vor neue Herausforderungen gestellt: Mit 17 Leuten fiel ein Großteil des Team Germany in eine Pizzeria ein. Was für eine Stimmung!

Tag 4: Außer Spesen nix gewesen?

"Irgendwie ist das ganz schön anstrengend" sagte Poldi am letzten Tag noch beim Frühstück. Ich nickte verständnisvoll. Alle hier hatten bis jetzt schon Wahnsinniges geleistet. Windfinder sagte wieder leichte Winde und ein wenig Welle voraus, wie schon die letzten Tage. Es würde sich wieder nicht bewahrheiten, wie schon die letzten Tage. Schon beim Aufbauen der Boote überlegten wir kurz, ob nun doch mal die Segel für mehr Wind angebracht werden. Selbst im geschützten Hafen wehte ein anständiges Lüftchen. "Ab wann sollte man die denn nehmen und wie groß ist der Nachteil der Segel, wenn doch wenig Wind wird?" fragte ich Poldi. "Keine Ahnung, die sind ganz neu, hab ich nie genutzt." ist seine Antwort. Also beschlossen wir, dass wir lieber nochmal die gebrauchten Segel hochziehen, nix riskieren, es geht ja um nichts. Schon an der Hafenausfahrt, so erzählt er später, dachte Poldi ans Umdrehen. Hohe Wellen erwarteten ihn und deutlich mehr Wind als von allen Wetterdiensten prognostiziert. Er schaffte es bis zum Startschiff, was hier vor Genua immerhin eine gute halbe Stunde Anfahrt bedeutet, ehe er endgültig den Entschluss fasste, dass diese Bedingungen seine Kräfte übersteigen: Anderthalb bis zwei Meter Welle und gut und gern fünf bis sechs Beaufort. Poldi drehte also um und war nach etwas mehr als einer Stunde nach Ablegen wieder im Hafen. Für die Wertung bedeutete das noch zwei Mal die volle Punktzahl - im negativen Sinne. Außer Spesen also nix gewesen in Genua?

Aus dem Boot gestiegen braucht er erst einmal ein paar Minuten Pause. Tot, aber glücklich, gehts mir durch den Kopf. Glücklich, dabei gewesen zu sein, glücklich über ein paar tolle Tage mit toller Stimmung in toller Gesellschaft. Glücklich, dass nichts kaputt gegangen ist, denn gerade heute gab es noch viel Bruch bei anderen Seglern. 

Am Ende ist Platz 69 von 85 also eigentlich nebensächlich. Am Ende waren es vier Tage Grenzen austesten und verschieben. Immer ein bisschen mehr. Und auch wenn es kitschig klingt: Dafür hat Papa Poldi, aber auch jede/r andere Segler/in hier meinen größten Respekt und ich freue mich schon auf die nächste Saison, wenn ich wieder mit darf ;-)

Bericht von Max-L. Käther

EILMELDUNG: Anna und Frederike Bronze bei der IDM

09.10.2019 16:48

Der VSaW war Ausrichter der IDM 2019 der 470er dessen Meldung wir hier in Auszügen übernehmen:

Der Donnerstag war der erste Wettfahrttag; bei mäßigen später abflauenden Winden wurden 3 Rennen gesegelt. Am Freitag kamen weitere drei Wettfahrten hinzu, und auch am Samstag konnten abermals 3 Rennen gesegelt werden. Nach diesen 9 Rennen lag die IDM voll im Zeitplan; sodass sie am Sonntag mit einer Medaillenwettfahrt für die ersten zehn und dem Flottenfinale für die übrigen Teilnehmer abgeschlossen werden konnte.

Internationale Deutscher Meister bei den Damen wurde das polnische Team Agnieszka Skrzypulec und Jolanta Ogar vor Luise und Helena Wanser (beide NRV) und Frederike Loewe und Anna Markfort. Bei den Herren einschl. der gemischten Crews gewannen Theres Dahnke und Matti Cipra vom Plauer Wassersportverein vor Daniel Göttlich und Linus Klasen sowie Uti (BYC) und Frank (PYC) Thieme.

Segelbild mit freundlicher Genehmigung von Sören Hese, Yacht and Regatta Photography

Weitere Bilder von Sören Hese von der IDM findet man hier.

Oktober-Regatta

06.10.2019 11:35

Oktober-Regatta bei herbstlichem Wetter

Bei der diesjährigen Oktober-Regatta im Joersfelder Segel-Club waren 24 Boote in vier Gruppen am Start auf der Oberhavel. Jessica Jürgens vom TSC half dankenswerterweise als Wettfahrtleiterin aus, da unsere Wettfahrtleiter alle verhindert waren. Die Regattacrew bestand außer Jessica aus Hanni und Frank Barownick, Paula Petz, Bernd Jarke, Max Käther und Tobias Engel, der sein Motorboot als Startschiff zur Verfügung stellte.

Es wurden drei Runden gesegelt, schnellstes Boot war Arne Clauß (JSC) mit seiner J/70 (gesegelte Zeit 1:25:31), als letztes Boot kam Rainer Liebert vom Sail-Lollipop Regattaverein mit seinem Laser Standard nach 2:00:02 über die Ziellinie, der trotz Kenterung tapfer durchgehalten hat.

Im Anschluss gab es den inzwischen traditionellen Bayrischen Abend mit Köstlichkeiten unserer Gastronomie und einem DJ, der für ausgelassene Stimmung im Werner-Richter-Saal sorgte.

Alle Ergebnisse bei Manage2Sail.

EILMELDUNG: Nicolas Thierse Bronze IDM Finn

04.10.2019 19:23

Nicolas Thierse erreicht in Glückburg nach einem spannenden letzten Regattatag doch noch das Treppchen und bekommt Bronze bei der vom Flensburger Segel-Club ausgetragenen IDM der Finn-Dinghys.

Wir gratulieren an dieser Stelle recht herzlich!

Genauer Bericht folgt.

EILMELDUNG: Bronze für Loewe/Markfort in Endoshima

01.09.2019 14:03

Unsere 470er-Crew Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) erreichen mit der Bronzemedallie das Siegerpodest beim Sailing World Cup Enoshima. Wir gratulieren von hier aus ganz herzlich und veröffentlichen hier die Pressemitteilung des DSV:

Sailing World Cup Enoshima: Zwei Medaillen für deutsche Segler im Olympia-Revier Enoshima/Japan, 1. September 2019.

Mit zwei Bronze-Medaillen und insgesamt vier Top-Ten-Ergebnissen hat die Segelnationalmannschaft den zweiten Olympia-Test im Monat August erfolgreich absolviert. Beim Auftakt der Weltcup-Saison 2019/2020 im japanischen Olympia-Revier von Enoshima standen die 49er-Segler Tim Fischer und Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) sowie die 470er-Crew Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) mit Bronze auf dem Siegerpodest. Als Sechste und als Achte machten die 470er-Segler Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) sowie die Nacra 17-Crew Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) das starke deutsche Gesamtergebnis perfekt.

„Ich bin zufrieden“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner in Japan, „zwei Medaillen und auch gute Ergebnisse bei den 470er-Männern und im Nacra 17 bedeuten ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2020 einen guten Abschluss unseres Japan-Einsatzes.“ Beinahe hätten Tim Fischer und Fabian Graf, die schon bei der Weltmeisterschaft 2018 mit Bronze in die Weltspitze vorgedrungen waren, die Weltcup-Regatta sogar gewonnen. Die am Bundesstützpunkt in Kiel in Regie von Max Groy trainierenden jungen Skiffsegler waren in Japan als souveräne Spitzenreiter ins Finale gestartet, kenterten dann aber in einer starken Böe. Über die Medaille jubelten sie trotzdem. Der 24-jährige Steuermann Tim Fischer sagte: „Die Kenterung ist beim Gennakersetzen passiert. Die Böen gingen weit über die 20 Knoten und mit der Welle war es ein Lottospiel, ob man den Downwind überlebt oder nicht. Trotzdem haben es andere Teams besser hinbekommen als wir. Heißt also: noch mehr Training. Wir haben aber gezeigt, dass wir Medaillenkandidaten sind, wenn wir zu den Spielen geschickt werden. Die Bedingungen liegen uns sehr gut.“

Ähnlich sehen es die Berlinerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort. Die 470er-Akteurinnen, die von Bundestrainer Marek Chocian trainiert werden, waren als Sechste mit nur noch hauchdünner Medaillenchance ins Finale gestartet und machten daraus tatsächlich noch eine Bronzemedaille. „Wir sind superglücklich, dass wir hier am Ende noch eine Medaille einsacken konnten“, berichtete Steuerfrau Frederike Loewe im Olympiahafen, „am Morgen haben wir uns noch fast lachend gesagt, dass wir dafür ja ‚einfach‘ nur das Medaillenrennen gewinnen müssen. Gesagt, getan! Uns hat das Ergebnis gezeigt, dass wir auch bei wenig Wind segeln können.“

Auch Simon Diesch und Philipp Autenrieth segelten mit Platz sechs im Weltklassefeld der 470er-Segler in Medaillennähe. Für die süddeutschen Schützlinge von Trainer Tytus Konarzewski bedeutete die gute wie konstante Leistung in der Sagami Bucht einen wichtigen Motivationsschub. Vorschoter Philipp Autenrieth sagte: „Es ist gut zu sehen, dass wir auch nach drei hochkarätigen Wettkämpfen und sechs Wochen Belastung noch performen können. Und das auf sehr gutem Niveau – eine wichtige Erkenntnis für unsere Qualifikation im Frühjahr. Außerdem zeigt es, dass wir uns hier im Revier immer besser zurechtgefunden haben. Es war eine lange und intensive Zeit in Japan. Wir haben unheimlich viel gelernt und erlebt. Das muss jetzt erstmal verarbeitet werden und dann geht’s ab ins Wintertraining.“

Für die deutschen 470er-Männer geht es im Frühjahr vor allem darum, den noch nicht gesicherten Nationenstartplatz für Olympia 2020 zu sichern. Im Nacra 17 agierten Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer gewohnt sicher in den Top Ten. Die Kieler Mixed-Katamaran-Crew hat sich zwar durch eine Kenterung um ein noch deutlich besseres Resultat als den achten Platz gebracht, sieht sich aber zu Recht auf gutem Kurs: „Wir können Medaillen gewinnen, wenn wir unsere beste Leistung abrufen. Das Gesamtpaket ist noch nicht ganz rund. Daran arbeiten wir hart“, sagt der 24-jährige Steuermann Paul Kohlhoff, der mit Alica Stuhlemmer bei Marcus Lynch trainiert. Das Olympiarevier schätzen die Kieler wie alle deutschen Segler. Kohlhoff sagt: „Es ist ein vielseitiges Revier für Alleskönner, in dem man sich gut anpassen können muss. Du muss einfach in allen Bedingungen stark sein.“ Profitiert haben alle deutschen Nationalsegler bei den Regatten in Japan in diesem Sommer vom frühzeitig geschaffenen Umfeld vor Ort. Paul Kohlhoff berichtete: „Unsere Container im Hafen sind wahnsinnig gut organisiert. Es gibt eine hervorragend ausgestattete Werkstatt und einen Raum für Teamtreffen und Erholung. Das haben wir dem DSV und dem German Sailing Team zu verdanken. Für uns Athleten ist das wirklich wertvoll.“

Weltcup 2019/2020 Enoshima - 470ER FRAUEN
1. Silvia Mas Depares/Patricia Cantero Reina (ESP), 44 Punkte
2. Nia Jerwood/Monique de Vries (AUS), 45 Punkte
3. Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club), 58 Punkte
11. Fabienne Oster/Anastasiya Winkel (Norddeutscher Regatta Verein), 97 Punkte
12. Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring Yacht-Club), 99 Punkte
17. Luise Wanser/Helena Wanser (Norddeutscher Regatta Verein), 130 Punkte

Joerfelder Opti 2019

01.09.2019 13:50

Der diesjährige Joersfelder Opti fand unter dem Einfluss von schwierigen Wetterverhältnissen statt. Bei über 33°C im Schatten (den es natürlich auf dem Wasser nicht gibt...) mussten die 43 A- und 72 B-Seglerinnen und Segler am Samstag zunächst auf ausreichend Wind warten. Der Wind der dann kam, drehte ordentlich hin und her und stellte die Optiseglerinnen und -segler vor taktische Herausforderungen. Nach einer Stärkung mit dem traditionellen belegten Fladenbrot wurde noch eine zweite Wettfahrt gesegelt bei etwas mehr Wind.

Am Sonntag kam dann der Wind aus der komplett gegengesetzen Seite, jedoch leider auch nicht stabiler in der Richtung. Doch nach einigen Kursanpassungen konnten auch hier zwei Wettfahrten gesegelt werden, sodass am Ende des Tages sogar alle Segler ihr schlechtestes Ergebnis streichen konnten.

Wir gratulieren den Siegern in Opti A (Eddy von Bülow, PYC) und Opti B (Maya Rotter, YCBG) und freuen uns auf alle Teilnehmer wieder im kommenden Jahr.

Vom JSC waren 2 Segler in Opti A (Elias (Platz 3!!) und Leonel) und 6 Seglerinnen und Segler in Opti-B (Oskar (Platz 5!!), Moritz, Florian, Leon, Maite, Viktor) am Start.

Alle Ergebnisse gibt es bei manage2sail.

Aalemann-Cup und Berolina-Cup2019

12.08.2019 15:47

Aalemann-Cup 2019
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Am Sonntag den 11. August richteten die Wannseeaten 1911 den traditionsreichen Aalemann-Cup aus. Für die Vereinsgesamtwertung der befreundeten Vereine SCS, SCN, W11 und JSC werden die jeweils 3 Bestplatzierten und der Letztplatzierte jedes Vereins gewertet.
Insgesamt hatten 28 Crews gemeldet! Der JSC war mit 8 Booten am Start. Bei herrlichem Sommerwetter und teilweise böig auffrischenden Winden aus SSW legte Wettfahrtleiter Stefan Henschel vom SCS einen Dreieckkurs aus und zeigte 3 Runden an.
Die Wettfahrt verlief unter reellen Bedingungen und ohne Proteste. Tretboote, Stehpaddler, Ruderboote und ... konnten kollisionsfrei umschifft werden. Anschließend luden die Wannseeaten die Regatta-Teilnehmer zu Bratwurst und Freigetränken ein. Prima after-sail Party bei bester Stimmung!
Der 1. Vorsitzende Jörg Gade und der Sportwart Bernd Hanspach der W11 begrüßten mit netten Worten die Seglerinnen und Segler und führten durch die Siegerehrungen.
Den Gesamteinzelsieg erkämpfte das H-Boot Team mit Steuermann Ingo Lochmann, So-Tsong Vandre und Bootseigner Swen Frömming vom JSC. Große Begeisterung!!

Den 2. Platz ersegelte die Sprinta Sport mit Steuermann Dieter Hunck, Birthe Herziger, Felix Herziger und JSC-Schriftführer Christian Kniesche. Die JSC Junioren-Crew segelte in dieser Formation erstmalig auf einem H-Boot. Steuermann Christoph Cornelius (Bundesliga), Nicolas Thierse (DM Finn) und Daniel Schwarze ( WM J24 ) waren etwas unzufrieden, obwohl sie den 4. Platz belegten. Mit diesen Toppplatzierungen gewann der JSC den diesjährigen Aalemann-Cup und der Sportwart konnte erfreut den Wanderpokal entgegennehmen und in den JSC entführen.

Der SCN errang mit dem knappen Rückstand von einem Punkt den 2. Platz vor dem SCS und W11. Dank an den Veranstalter W11 für die gelungene Veranstaltung.

Die gesamte Ergebnisliste hängt im JSC Sport Schaukasten aus.

Berolina – Cup
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Am Wochenende den 10. – 11. August war der Berolina – Cup für Nord. Folkeboote vom Segler- Verein Stößensee ausgeschrieben. Stephan Göbel unser Folke-Freak musste natürlich bei dieser RL-Wf mit seinem Boot auf dem Wannsee antreten. Somit konnte er nicht den JSC beim Aalemann –Cup unterstützen. 15 Folkeboote waren bei optimalen Wetter und Windbedingungen am Start. Stephan mit seinem Steuermann Lars Kiewning und Teammitglied Jörn Merda segelten eine unglaubliche Serie: 2 / 1 / 1 / 2 , mit dem Streicher 2. Platz ! 

Damit standen sie als 1. Platzierte auf dem Siegerpodest. Herzlichen Glückwunsch!

Grüße aus Endoshima

09.08.2019 08:45

Ihr Lieben,
Tausend Dank fürs Mitfiebern!!!

Wir holen das Nationenticket und sichern Deutschland somit einen Startplatz bei den olympischen Spielen 2020!
Die Weltmeisterschaft war ein richtiger Kampf für uns. Wir fanden nicht richtig ins Wettkampfgeschehen ein und machten es uns mit einem Frühstart am zweiten Tag besonders schwer. Dennoch schafften wir es uns stetig vor zu arbeiten. Unser Motto: Punkt für Punkt, Platz für Platz. Und so verbesserten wir unsere Gesamtplatzierung täglich und beendeten die WM als bestes deutsches Team auf dem 16. Platz. Damit bleiben wir unter unserem Leistungsniveau und wissen, dass noch viel zu tun ist.

Bei der WM im letzten Jahr wurden bereits 8 Nationenplätze vergeben. Bei dieser WM wurden weitere 6 Plätze vergeben und es war unser Ziel einen dieser Plätze für Deutschland zu sichern. Die Punkte waren bis zum Ende super eng und wir sind umso glücklicher, dass wir es dennoch geschafft haben! Als 6. Nation qualifizieren wir unser Land für die Spiele 2020 - unfassbar.
Wir werden noch weitere 4 Wochen in Japan sein, hier trainieren und Ende August den World Cup hier segeln.
Es gibt noch einiges zu tun und wir freuen uns auf die Herausforderungen des nächsten Jahres. Inklusive der internen Quali , die bis Ende April 2020 geht.
Liebe Grüße aus Japan
Anna und Fredi

Super Erfolg für Anna und Frederike

08.08.2019 21:14

Wir sind stolz hier die Pressemitteilung des DSVs zu veröffentlichen:

Die 470er-Seglerinnen des German Sailing Teams haben für Deutschland nach den bereits gesicherten Spots in den Disziplinen Laser Radial, Laser und 49er den vierten Nationenstartplatz für die Olympischen Spiele 2020 erkämpft. Im kommenden Olympiarevier von Enoshima reichte den Berlinerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) Platz 16 bei der 470er-Weltmeisterschaft, um die Grundvoraussetzung für eine deutsche Olympia-Teilnahme in der Zweihand-Jolle für Frauen zu schaffen. Vorbehaltlich ist noch die Bestätigung durch den Weltverband World Sailing.

„Wir sind super glücklich und die Erleichterung ist riesig, dass wir die Nationenquali geholt haben“, sagte die 26-jährige Steuerfrau Frederike Loewe in Japan. Dabei hatten die deutschen 470er-Seglerinnen im starken Schwell im Revier vor Enoshima mehr zu kämpfen als ihnen lieb war. „Wir haben nicht gut in die Regatta gefunden“, so Loewe, „das hatten wir uns definitiv einfacher vorgestellt. Mit einem Frühstart am zweiten Tag haben wir uns das Leben auch nicht gerade leichter gemacht. Aber unsere Stärke diese Woche war, dass wir mit dem Ziel, den Platz für Deutschland zu holen, bis zum Ende gekämpft haben.“

Nach der Sicherung des Nationenstartplatzes wird bis 2020 in einer nationalen Ausscheidungsserie entschieden, welche deutsche 470er-Frauen-Crew ihn besetzen wird. Zu den Kandidatinnen zählen auch Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß vom Deutschen Touring Yacht-Club, die bei der Weltmeisterschaft auf Platz 21 segelten. Die 27-jährige Steuerfrau Nadine Böhm sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir es als Team geschafft haben, Deutschland im 470er der Frauen für die Spiele zu qualifizieren. Jetzt können wir richtig Gas geben.“

Den deutschen 470er-Seglern dagegen gelang der erhoffte Durchbruch bei der WM nicht. Zwar segelten Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) wie Loewe/Markfort bei den Welttitelkämpfen vor Enoshima auf Platz 16. Doch da die 470er-Flotte der Männer bei der olympischen Regatta 2020 mit maximal 19 Booten kleiner ist als die der Frauen (21), gab es für die Herren bei der WM in Japan nur vier Nationenstartplätze zu erkämpfen.

Und die verpassten Diesch/Autenrieth als Fünfte der miteinander darum ringenden Nationen in der Olympia-Bucht schmerzlich knapp. Zwei Chancen bleiben den deutschen 470er-Seglern: Geht ein Nationenstartplatz aus einem anderen Kontinent zurück, weil er nicht besetzt werden kann, dann haben Diesch/Autenrieth das erste Anrecht für das Deutschland erworben, diesen Spot zu besetzen. Die letzte Möglichkeit, einen Nationenstartplatz auf dem Wasser zu ersegeln, bietet sich den deutschen 470er-Männern bei der Weltcup-Regatta vor Genua 2020. Die dort bestplatzierte unter den dann noch nicht für Olympia qualifizierten europäischen Nationen erhält den Nationenstartplatz.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner sagte nach dem kriminell spannenden letzten Renntag vor den Medaillenrennen: „Selten hat der Ausspruch ‚mit einem lachenenden und einem weinenden Auge‘ so gut gepasst wie heute. Wir freuen uns, dass die 470er-Seglerinnen den Nationenstartplatz für Olympia 2020 sichern konnten. Es ist gut, dass wir daran einen Haken machen können. Aber wir hätten uns natürlich noch mehr gefreut, wenn Simon und Philipp für ihren starken Endspurt mit den Rängen 10-10-7 in der top-besetzten Goldflotte auch belohnt worden wären.

Es ist unglücklich, als erste Nation rauszufallen. Wir hatten das Leistungsvermögen unserer Teams in beiden Disziplinen vor der WM höher eingeschätzt und sind auch zuversichtlich, dass es nach bereits erreichten Erfolgen in diesem Jahr wieder in diese Richtung geht.

Denn am Ende haben wir natürlich das Ziel, in Enoshima Medaillen zu gewinnen. Den 470er-Männern trauen wir zu, die letzte Chance in 2020 zur Sicherung des Nationenstartplatzes nutzen zu können.“

Darauf hoffen sowohl Diesch/Autenrieth als auch Malte Winkel und Matti Cipra (Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersportverein), die bei der WM nicht wie gewohnt in Fahrt kamen. Malte Winkel sagte: „Wir haben ganz klar in Genua eine Chance auf den Nationenspot, aber einfach wird es sicher nicht.“
Die Entscheidungen über WM-Titel und -Medaillen fallen bei der 470er-Weltmeisterschaft in Japan am Freitag. Die Endergebnisse gibt es dann hier: http://2019worlds.470.org/en/default/races/race-resultsall

Foto: Junichi Hirai / Bulkhead Magazine Japan

Nicoals Thierse bei der U23 WM der Finn Dinghys in Italien.

05.08.2019 18:18

Liebe Joersfelderinnen, liebe Joersfelder,

Am 10. Juli begaben sich zwei Halunken auf die Reise von Berlin zur U23 WM in Anzio, Italien. Einen Tag später erreichten Nick Heuwinkel (Kieler Yacht Club) und ich (Joersfelder Segel-Club) das Ziel. „Hier brennt der Planet!“ Über 30 Grad ohne Wind waren doch sehr heiß. Wir kümmerten uns lediglich um die Unterkunft und Verpflegung. Am 12. landete unser Trainer für dieses Event, Max Kohlhoff, in Rom. Die Zeit bevor wir ihn abholten nutzen wir zum Abladen der Boote. Eine kurze Nachmittagseinheit folgte.

Max punktete mit Verbindungen zu den Australiern, sodass wir super Trainingspartner hatten. Bis zum 15. Ebenfalls am 15. Widmeten wir uns der Vermessung. Dabei gab es glücklicher Weise keine großen Probleme. Das Practice Race haben wir selbst mit Angleichschlägen bei etwas mehr Wind veranstaltet da zur genannten Uhrzeit kein Startschiff vor Ort war.

Am 16. Juli ging es dann endlich los. 26 Aktive aus 16 Nationen gehen an den Start. Nach drei Rennen und ordentlich Wind waren wir schon etwas im Eimer. Am Tag darauf erneut drei Rennen, in dessen ersten beiden ich nicht wirklich hineinfand. Glücklicher Weise weniger Wind - der erste Tag hatte Spuren hinterlassen. Die beiden darauffolgenden Tage bestritten wir mit Startverschiebung und jeweils zwei Leichtwind Rennen. Schon vor dem letzten Rennen standen die U23 und U19 Weltmeister fest. Diese konnten die Startverschiebung am letzten Tag also sehr entspannt überstehen. Im letzten Rennen gelang es mir mich noch einen Platz zu verbessern und ich wurde somit 11. Nick wurde 19. - sein Kommentar: „Auf der Startkreuz bin ich immer vorne, aber wenn du auf der zweiten Kreuz da bist wo ich bin, dann hast du verkackt.“ Ich war anfangs immer nicht so gut unterwegs, konnte aber immer wieder auf- und überholen. Nick hingegen leider immer die letzten Tage Top5 an der ersten Luvtonne und dann verloren.

An Land angekommen kümmerte sich Max ums Motorboot, wir uns um unsere Finns und schon konnten wir mit Hilfe einiger kräftiger Mitstreiten die beiden Schrubber aufs Anhängergestell heben. Abwertende Kommentare über den Zustand des Gestells waren dabei keine Seltenheit.

Nach der Preisverteilung fuhren wir samt Trailer zur Unterkunft, packen einige Sachen, aßen etwas und trafen uns dann im kleinen Kreis bei Jock (AUS). Später zogen wir noch bis halb 4 durch die Stadt.

Am nächsten Morgen brachen wir um 9Uhr zum Flughafen auf. Nach rund 60km kam nur ein Kommentar von Nick, dass mein Boot bald einen Abgang machen würde! Bei der nächsten Gelegenheit fuhren wir rechts ran. Das Gestell war an einer Stelle gebrochen und im selben Zug ist ein Gurt gerissen, welcher mein Boot vorne am Gestell festhielt. Aber keine Panik - irgendwie lässt sich das ja schon noch provisorisch festbinden. Also fuhren wir weiter zum Flughafen - überlegten wo wir das schweißen lassen können… Tja nur schade, dass Sonntag war. Also haben wir die Bruchstelle, nachdem wir Max am Flughafen abgeliefert hatten, mit einer Holzlatte gestützt und immer mal wieder angehalten und nachgesehen. Nach 20h reiner Fahrzeit und insgesamt 2h Pause kamen wir in Berlin an und Nick stieg direkt in den Zug nach Kiel.

Zwischenzeitlich hatten wir ein Tief, konnten es auch am Ende nicht mehr abwarten nach Hause zu kommen, da es brennend heiß und alles doch sehr heruntergekommen war, aber rückblickend war es ein schönes Event. Wir danken herzlichst Max als Trainer für die Unterstützung vor Ort, der Klassenvereinigung für die finanzielle Unterstützung und dem Bezirk Berlin-Tegel für das kostenlos zu Verfügung gestellte Motorboot.

Euer Nicolas (GER 723