Joersfelder Nachrichten

Nicolas Thierse Berliner Meister im Finn

28.10.2019 17:06

Nach den Saisonhöhepunkten von Nicolas mit der WM U23 in Italien und der  IDM in Glückburg mit der Bronzemedaille fand letztes Wochenende  27.-28. Oktober ,  fast am Ende einer langen Regattasaison , die Berliner Meisterschaft im Rahmen des Eispokals beim Segel- Club Spandau statt. Bei besten Bedingungen mit Sonnenschein und frischen, böigen Winden konnten Samstag 3 Wettfahrten absolviert werden. Das Tegeler Revier ist doch hin und wieder ein „Starkwindrevier“!!!. Es entwickelte sich ein spannender Wettkampf. Nach drei Wettfahrten trennten Nicolas vom 2. Platzierten Fabian Lemmel ein Punkt. Somit war der Sonntag der Tag der Entscheidung. Zunächst bei Regen und böigen Winden war „pumpen“ freigegeben und Nicolas überquerte die Ziellinie als Erster.  Im letzten Rennen ging die Windstärke merklich zurück. Aufgrund der engen Punktabstände entwickelte sich zwischen den Führenden ein intensives Matchrace.  Nach Wertung von fünf WF mit einem Streicher konnte Nicolas mit 2 Punkten Vorsprung den Gesamtsieg erringen. Große Begeisterung und Glückwunsch!!

Auf dem Foto Ehrung BM sind von links der 3. Platzierte Greg Wilcox vom Verein BERND, Nicolas Thierse und der 2. Platzierte Fabian Lemmel von der SV03 in Siegerpose.

Ergebnisliste

2DSBL endete mit dem Event in Glücksburg - jetzt mit Bericht der Segler!

23.10.2019 11:44

Am vergangenen Wochenende war das letzte Event des 2. Deutschen Segel-Bundesliga und der Joersfelder Segel-Club erreichte dort den 11. Platz in der Saisaon 2019. Damit ist der JSC auch im kommenden Jahr in der ". DSBL vertreten.

Mit dabei waren in Glückburg v.l.n.r Lennart Kuhr, Oskar Harnack, Nicolas Thierse und Christoph Cornelius. Das Copyright der Bilder hat: DSBL/Lars Wehrmann

Der detailierte Bericht der Segler weiter unten.

Hier das Gesamtergebnis der Saison 2019.

Liga Finale in Glücksburg

Vom 17.-19.10.2019 fand in Glücksburg die letzte Bundesliga Regatta dieses Jahr statt. Ausrichter war, wie auch vor 2 Jahren, der Flensburger Segel Club.

Wenige Tage vor Regattabeginn mussten leider 2 Teilnehmer aus dem für das Event geplanten Team absagen. Glücklicherweise konnten wir Lennart Kuhr, der bereits in einem Junioren Liga Event J70 Erfahrungen sammeln konnte, und Oskar Harnack, ein Optisegler des JSC, für unser Team gewinnen. Damit stand das Team für Flensburg fest: Nicolas Thierse am Steuer, Oskar auf der Taktik Position, Christoph an den Schoten und Lennart auf dem Vorschiff.

Die Anreise in das knapp 450km entfernte Glücksburg, bei Flensburg, verlief problemlos und so erreichten wir am Mittwoch Abend gegen 22 Uhr bereits unsere Unterkunft.

Die erste Wettfahrt startete am Donnerstag um 11 Uhr. Glücklicherweise waren wir am ersten Tag direkt mit dem Ablegen des Boots betraut und konnten bis zum Erreichen der Regattabahn noch ein paar Manöver eintrainieren. Wir sind in dieser Konstellation vorher noch nie zusammen gesegelt, für Oskar war es sogar das erste Mal auf einer J70.

Nachdem wir beim Rausfahren ein paar Halsen, Wenden und Setzmanöver geübt hatten ging die erste Wettfahrt auch schon los. Nach 5 Leichtwind-Wettfahrten am ersten Tag klappten die Manöver immer besser. Am kommenden Tag wurden weitere 6 Wettfahrten bei nun stärkerem Wind ausgesegelt. Bei den Bedingungen fehlte es uns an der notwendigen Souveränität und wir mussten uns mit einigen sechsten Plätzen begnügen. Auch am letzten Tag konnten wir den Trainingsvorsprung der Anderen leider nicht aufholen und beendeten die Regatta mit einem letzten Platz. In der Saisontabelle hat uns das Ergebnis um 4 Plätze nach unten versetzt, und wir beenden die Saison mit einem 11 Platz aus 18 Startern. Durch die vorrangegangenen Leistungen im Saisonverlauf bestand jedoch glücklicherweise nie die Gefahr eines Abstiegs, wie es bei vielen anderen Teams der Fall war bzw. ist. Dazu konnten Lennart und Oskar, zwei Liga Neulinge, erste Erfahrungen sammeln ohne unter Leistungs- bzw. Ergebnisdruck stehen zu müssen.

Vor allem für Oskar, der sonst in der Klasse Opti B startet, war es bestimmt eine wertvolle Erfahrung. Wir würden uns freuen wenn auch in Zukunft die Jugend des JSC unser Bundesliga Team bereichern würde. Der JSC ist einer von 36, aus über 1000 Segelvereinen in Deutschland, die in der Bundesliga eine Startberechtigung haben, und diese wollen wir auch zukünftig behalten.

Zum Schluss möchten uns bei allen Unterstützern im Verein für die vergangene Saison bedanken, ohne euch wäre das möglich gewesen!

Wir freuen uns auf die kommende Saison
Euer JSC Bundesliga Team

Eilmeldung: JSC Team startet bei der J24 - WM in Miami /USA

23.10.2019 10:37

Die größte Kielbootklasse der Welt, J24, trifft sich vom 19. – 26. Oktober zu ihrer Weltmeisterschaft 2019 auf dem Revier vor Miami/USA. 79 Boote mit 395 Aktiven aus 20 Nationen sind gemeldet. Das Team des JSC nimmt wie bisher auch an dieser WM teil. Die gecharterte J24 ist entsprechend dem JSC-Clubboot unter GER 5475 JJONE gemeldet.

Auf dem Foto von der Eröffnung hat sich die Crew in Pose gestellt.
v.l.n.r: Timo Chorrosch (Spinnaker Trimmer), Daniel Schwarze (Bow), Matt McLean (Crew-Betreuer), Stephan Goebel (Teammanager), Daniel Frost (Steuermann), Felix Leupold (Taktiker) und Jeronimo Landauer (Stratege) 

Am Samstag und Sonntag konnte die Boots-Vermessung und die Kontrolle des Crewgewichtes erfolgreich abgeschlossen werden. Montag gab es Gelegenheit zum Warm-up beim Practice Race bevor nun gestern am Dienstag die ersten beiden von insgesamt 10 ausgeschriebenen Wettfahrten absolviert wurden. Der Einstieg des JSC-Teams in die Wettfahrtserie war erfolgreich.

Mit der Tagesplatzierung als 9. Boot und z. Zt. besten deutschen bzw. sogar europäischen Mannschaft kann auf weitere erfolgreiche Ergebnisse gehofft werden. Auf jeden Fall drücken wir im Heimatverein alle unsere Daumen und werden über das aktuelle Geschehen vom Teammanager informiert.

Ein weiterer Bericht erfolgt demnächst.

Aktuelle Ergebnisse findet man hier.

Fotos & Videos der 2.4 WM online

19.10.2019 22:06

Auf der Heimfahrt hat Poldi sämtliche Bilder und Videos durchstöbert, die der Yacht Club Italiano auf seiner Homepage veröffentlicht hat, und entschieden, dass sie auch der Joersfelder Öffentlichkeit präsentiert werden müssen.

Für Bilder und das Tagesvideo von

Tag 4 - hier entlang...

Besonders empfehlenswert, wenn man wissen will, was "nass segeln" wirklich heißt.

2.4mR WM in Genua

14.10.2019 11:03

Anreise, Ausblick, Aufwärmen

Am Donnerstag, den 10.10., ging es los: Poldi und ich als Sohn/Betreuer/Coach machten uns auf den Weg nach Genua. Zunächst lagen knappe 700 Kilometer ohne Hänger von Berlin zum Chiemsee vor uns. Dort parkte Poldis Boot seit der letzten Regatta noch bei einem Segelfreund auf dem Grundstück. Von dort aus ging es am Freitag dann mit Hänger noch einmal knapp die gleiche Distanz über den Brenner an die italienische Küste, wo wir am späten Abend ankamen.

Nach zwei Tagen, die für Abladen, Vermessung, Aufbau und das Gewöhnen an den italienischen Straßenverkehr draufgingen, steht heute, am Montag, nun die erste (Übungs-)Wettfahrt, das sogenannte Practice Race an. Diese Trainingseinheit, die nicht in die finale Wertung eingeht, wird auch nötig sein: Einige der deutschen Segler berichteten nach einem ersten Übungsschlag gestern schon von einem herausfordernden Seegang vor Genuas Strand.

Mit 16 Teilnehmern ist Deutschland bei insgesamt knapp 100 Teilnehmern am stärksten vertreten. Auch auf den Titel können sich einige Hoffnung machen: Heiko Kröger (NRV) dürfte als mehrfacher Deutscher Meister, Weltmeister und Olympia-Teilnehmer definitiv um die Top-Platzierungen kämpfen. 

Poldi stapelt etwas tiefer: Mit einer Platzierung in der ersten Hälfte wäre er bei dieser Konkurrenz schon glücklich.

Tag 1: Genua - ganz oder gar nicht

Vor dem Ablegen zum Practice Race herrschte kurze Verwirrung: Startverschiebung? Rausfahren? Aber da sind doch dunkle Wolken und kein Wind...

Schließlich machten sich doch fast alle Teilnehmer auf den Weg durch die Hafenausfahrt, in der man sich beim Auslaufen ganz links halten muss, falls doch mal ein Containerschiff oder Kreuzfahrer vorbei kommt. Im Regattagebiet angekommen gab es dann auch einen Startversuch, der bei knapp 100 Schiffen standesgemäß in einem Allgemeinen Rückruf endete. Start Nummer zwei glückte dann aber und es ging auf die erste Kreuz, wobei sich der Wettergott noch Mühe gab, niemanden zu sehr zu bevorteilen: Erst konnte auf der einen Kurs-Seite deutlich mehr Höhe zur Tonne gefahren werden, dann parkten die Schiffe dort und die andere Seite kam ordentlich in Schwung.

Als die ersten Schiffe dann aber mit ausgebaumter Fock und Vorwindkurs auf die eigentliche Luv-Bahnmarke zu fuhren und die dunkle Wolke immer dichter kam, beendete die Wettfahrtleitung das Ganze lieber. Es ging ja noch um nichts und so waren alle Schiffe gerade wieder im sicheren Hafen, als der Wind in einem Regenschauer einmal ordentlich auffrischte.

Doch das sollte nur der Vorbote sein von dem, was uns Genuas Bürgermeister beim abendlichen Eröffnungsdinner im Clubhaus von Italiens ältestem Segelverein als "schlechtes Wetter" ankündigte.

Windfinder und alle anderen Wetterdienste hatten es schon seit Tagen angekündigt, waren sich nur über die Intensität uneins: Dienstag, wenn eigentlich die ersten richtigen Wettfahrten gesegelt werden sollen, wird Schietwetter. Hätte Genua Kühe und einen Deich - die einen würden über den anderen fliegen.

Und so kam es nun auch: Schon am frühen Morgen erreichte uns über die Team Germany WhatsApp-Gruppe die Nachricht, dass Startverschiebung im Hafen gilt. So konnten wir den Morgen im Hotel deutlich entspannter starten und statt um 9 Uhr im Hafen zu sein, um bald darauf auszulaufen, noch gemütlich frühstücken.

Im Hafen angekommen hatte man ohne Windschatten tatsächlich Mühe, die Autotür zu öffnen. Böen bis zu 8 Beaufort fegten hier durch. Wer als Wettfahrtleiter die Verantwortung für knapp 100 Boote mit nicht wenigen Steuerleuten im Rollstuhl trägt, musste gar nicht lange überlegen. Wie im Aushang angekündigt, wurde pünktlich um 14 Uhr final entschieden: Heute keine Wettfahrten und Auslaufverbot aus Sicherheitsgründen. Darüber war keiner böse. Einige nutzten den restlichen Tag für Stadtbummel und Museumsbesuche. Wir haben uns aber entschieden, Schutz vor Wind, Regen und Gewitter zu suchen. Nach einer Pause auf dem Hotelzimmer und als es dann endlich trocken wurde, ging es noch ein wenig nach Genua rein und zum Abendessen mit Karl "Kalle" Dehler.

Tag 2: Und sie segeln doch!

Endlich zeigt sich das ligurische Meer von seiner besten Seite! Nur ein paar kleine Schleierwölkchen für den Kontrast, etwas Rest-Welle von gestern und eine leichte Brise, von der wir hoffen müssen, dass sie durchhält. Als wir um 9 Uhr im Hafen ankamen waren schon fast alle Boote aufgebaut und die Segler ganz aufgeregt. Um kurz vor 10, eine Stunde vor dem ersten geplanten Start, ging es dann endlich los. Begleitet von dutzenden Schlauchbooten machte sich die Flotte auf den Weg ins Regattagebiet. Mal sehen, wie viel tatsächlich gesegelt werden kann: Laut Windfinder soll der Wind abflauen und drehen, außerdem hieß es im Buschfunk der Onshore-Helfer, dass sich die Wettfahrtleitung ein internes Zeitlimit gesetzt hat. Denn heute Abend hat das hiesige Aquarium als Hauptsponsor zu Besuch und Cocktail-Party geladen und man wolle dort von Seiten der Wettfahrtleitung auf jeden Fall pünktlich erscheinen... Man muss eben Prioritäten setzen und die Feste feiern, wie sie fallen.

Am Morgen danach sieht die Welt dann doch ganz anders aus: Immer für eine Überraschung gut, dieses Genua. Es wurde deutlich mehr Wind und Welle als gedacht, gestern. Immer wieder kamen, wie hier auf dem Bild, vollgelaufene Boote in den Hafen, auch aus Team Germany. Den vorgeschriebenen regelmäßigen Sinktest haben aber auch unter Realbedingungen alle bestanden. Poldi hat es ohne Badewanne nach Hause geschafft und trotzdem: „Das war das Härteste, was ich in dem Boot bisher erlebt habe“ meint er, als er pitschnass wieder an Land war. Welle um Welle ging über die kleinen Schiffe. Das Gemisch aus Salzwasser und Sonnencreme im Auge machte die Teilnahme an der dritten Wettfahrt für ihn unmöglich. 

Immerhin ist bei den herausfordernden Bedingungen ein tolles Video entstanden, zu finden auf YouTube (Link zu externer Seite)...

Tag 3: "Rin inne Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln"

Kaum war das Boot aufgebaut und der Sportler in der entsprechenden Kleidung, da ertönten zwei Schallsignale: Startverschiebung und Auslaufverbot zu Beginn des Wettfahrttages. Wieder einmal zogen dunkle Wolken an Genuas Küste entlang, die sich teilweise auch mit heftigen Regengüssen entleerten. Nur gut, dass das "race village" in dieser monströsen Hässlichkeit von Messehalle liegt, das zwar nicht ansehnlich weil ziemlich runtergerockt, dafür aber sehr praktisch groß und vor allem mit einem ausladenden Vordach daher kommt, das sogar noch die Liegeplätze der 2.4er vor Regen schützt, solange er denn artig von oben nach unten fällt.

Als dann keine Sturmwarnung mehr bestand, ging es nach draußen und eine Wettfahrt wurde gesegelt. Der Start der zweiten Tageswettfahrt wurde wieder ein allgemeiner Rückruf und als sich gerade alles neu formiert hatte, kippte der Wind um gute 40 Grad. Da wurden plötzlich alle Boote reingeschickt: Startverschiebung im Hafen. Ob es nun eine neuerliche Sturmwarnung war (die sich nicht bestätigte) oder die Wettfahrtleitung nur in Ruhe den Kurs umbauen wollte oder man Sorge hatte, dass die vom Croce Rossa Italiano (Rotes Kreuz) täglich zubereiteten Nudeln kalt würden... wir haben es nicht erfahren. Nach einer guten Stunde an Land ging es jedenfalls mit Pasta-Plautze noch einmal raus und eine zweite Tageswettfahrt wurde gesegelt. Poldi kommentierte das neuerliche Auslaufen nur semi-begeistert: "Rin inne Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln", konnte dann mit einem 40. Platz aber noch das beste Ergebnis der Regatta einfahren.

Abends haben wir die lokalen Gastronomen dann vor neue Herausforderungen gestellt: Mit 17 Leuten fiel ein Großteil des Team Germany in eine Pizzeria ein. Was für eine Stimmung!

Tag 4: Außer Spesen nix gewesen?

"Irgendwie ist das ganz schön anstrengend" sagte Poldi am letzten Tag noch beim Frühstück. Ich nickte verständnisvoll. Alle hier hatten bis jetzt schon Wahnsinniges geleistet. Windfinder sagte wieder leichte Winde und ein wenig Welle voraus, wie schon die letzten Tage. Es würde sich wieder nicht bewahrheiten, wie schon die letzten Tage. Schon beim Aufbauen der Boote überlegten wir kurz, ob nun doch mal die Segel für mehr Wind angebracht werden. Selbst im geschützten Hafen wehte ein anständiges Lüftchen. "Ab wann sollte man die denn nehmen und wie groß ist der Nachteil der Segel, wenn doch wenig Wind wird?" fragte ich Poldi. "Keine Ahnung, die sind ganz neu, hab ich nie genutzt." ist seine Antwort. Also beschlossen wir, dass wir lieber nochmal die gebrauchten Segel hochziehen, nix riskieren, es geht ja um nichts. Schon an der Hafenausfahrt, so erzählt er später, dachte Poldi ans Umdrehen. Hohe Wellen erwarteten ihn und deutlich mehr Wind als von allen Wetterdiensten prognostiziert. Er schaffte es bis zum Startschiff, was hier vor Genua immerhin eine gute halbe Stunde Anfahrt bedeutet, ehe er endgültig den Entschluss fasste, dass diese Bedingungen seine Kräfte übersteigen: Anderthalb bis zwei Meter Welle und gut und gern fünf bis sechs Beaufort. Poldi drehte also um und war nach etwas mehr als einer Stunde nach Ablegen wieder im Hafen. Für die Wertung bedeutete das noch zwei Mal die volle Punktzahl - im negativen Sinne. Außer Spesen also nix gewesen in Genua?

Aus dem Boot gestiegen braucht er erst einmal ein paar Minuten Pause. Tot, aber glücklich, gehts mir durch den Kopf. Glücklich, dabei gewesen zu sein, glücklich über ein paar tolle Tage mit toller Stimmung in toller Gesellschaft. Glücklich, dass nichts kaputt gegangen ist, denn gerade heute gab es noch viel Bruch bei anderen Seglern. 

Am Ende ist Platz 69 von 85 also eigentlich nebensächlich. Am Ende waren es vier Tage Grenzen austesten und verschieben. Immer ein bisschen mehr. Und auch wenn es kitschig klingt: Dafür hat Papa Poldi, aber auch jede/r andere Segler/in hier meinen größten Respekt und ich freue mich schon auf die nächste Saison, wenn ich wieder mit darf ;-)

Bericht von Max-L. Käther

EILMELDUNG: Anna und Frederike Bronze bei der IDM

09.10.2019 16:48

Der VSaW war Ausrichter der IDM 2019 der 470er dessen Meldung wir hier in Auszügen übernehmen:

Der Donnerstag war der erste Wettfahrttag; bei mäßigen später abflauenden Winden wurden 3 Rennen gesegelt. Am Freitag kamen weitere drei Wettfahrten hinzu, und auch am Samstag konnten abermals 3 Rennen gesegelt werden. Nach diesen 9 Rennen lag die IDM voll im Zeitplan; sodass sie am Sonntag mit einer Medaillenwettfahrt für die ersten zehn und dem Flottenfinale für die übrigen Teilnehmer abgeschlossen werden konnte.

Internationale Deutscher Meister bei den Damen wurde das polnische Team Agnieszka Skrzypulec und Jolanta Ogar vor Luise und Helena Wanser (beide NRV) und Frederike Loewe und Anna Markfort. Bei den Herren einschl. der gemischten Crews gewannen Theres Dahnke und Matti Cipra vom Plauer Wassersportverein vor Daniel Göttlich und Linus Klasen sowie Uti (BYC) und Frank (PYC) Thieme.

Segelbild mit freundlicher Genehmigung von Sören Hese, Yacht and Regatta Photography

Weitere Bilder von Sören Hese von der IDM findet man hier.

Oktober-Regatta

06.10.2019 11:35

Oktober-Regatta bei herbstlichem Wetter

Bei der diesjährigen Oktober-Regatta im Joersfelder Segel-Club waren 24 Boote in vier Gruppen am Start auf der Oberhavel. Jessica Jürgens vom TSC half dankenswerterweise als Wettfahrtleiterin aus, da unsere Wettfahrtleiter alle verhindert waren. Die Regattacrew bestand außer Jessica aus Hanni und Frank Barownick, Paula Petz, Bernd Jarke, Max Käther und Tobias Engel, der sein Motorboot als Startschiff zur Verfügung stellte.

Es wurden drei Runden gesegelt, schnellstes Boot war Arne Clauß (JSC) mit seiner J/70 (gesegelte Zeit 1:25:31), als letztes Boot kam Rainer Liebert vom Sail-Lollipop Regattaverein mit seinem Laser Standard nach 2:00:02 über die Ziellinie, der trotz Kenterung tapfer durchgehalten hat.

Im Anschluss gab es den inzwischen traditionellen Bayrischen Abend mit Köstlichkeiten unserer Gastronomie und einem DJ, der für ausgelassene Stimmung im Werner-Richter-Saal sorgte.

Alle Ergebnisse bei Manage2Sail.

EILMELDUNG: Nicolas Thierse Bronze IDM Finn

04.10.2019 19:23

Nicolas Thierse erreicht in Glückburg nach einem spannenden letzten Regattatag doch noch das Treppchen und bekommt Bronze bei der vom Flensburger Segel-Club ausgetragenen IDM der Finn-Dinghys.

Wir gratulieren an dieser Stelle recht herzlich!

Genauer Bericht folgt.

EILMELDUNG: Bronze für Loewe/Markfort in Endoshima

01.09.2019 14:03

Unsere 470er-Crew Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) erreichen mit der Bronzemedallie das Siegerpodest beim Sailing World Cup Enoshima. Wir gratulieren von hier aus ganz herzlich und veröffentlichen hier die Pressemitteilung des DSV:

Sailing World Cup Enoshima: Zwei Medaillen für deutsche Segler im Olympia-Revier Enoshima/Japan, 1. September 2019.

Mit zwei Bronze-Medaillen und insgesamt vier Top-Ten-Ergebnissen hat die Segelnationalmannschaft den zweiten Olympia-Test im Monat August erfolgreich absolviert. Beim Auftakt der Weltcup-Saison 2019/2020 im japanischen Olympia-Revier von Enoshima standen die 49er-Segler Tim Fischer und Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) sowie die 470er-Crew Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) mit Bronze auf dem Siegerpodest. Als Sechste und als Achte machten die 470er-Segler Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) sowie die Nacra 17-Crew Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) das starke deutsche Gesamtergebnis perfekt.

„Ich bin zufrieden“, sagte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner in Japan, „zwei Medaillen und auch gute Ergebnisse bei den 470er-Männern und im Nacra 17 bedeuten ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2020 einen guten Abschluss unseres Japan-Einsatzes.“ Beinahe hätten Tim Fischer und Fabian Graf, die schon bei der Weltmeisterschaft 2018 mit Bronze in die Weltspitze vorgedrungen waren, die Weltcup-Regatta sogar gewonnen. Die am Bundesstützpunkt in Kiel in Regie von Max Groy trainierenden jungen Skiffsegler waren in Japan als souveräne Spitzenreiter ins Finale gestartet, kenterten dann aber in einer starken Böe. Über die Medaille jubelten sie trotzdem. Der 24-jährige Steuermann Tim Fischer sagte: „Die Kenterung ist beim Gennakersetzen passiert. Die Böen gingen weit über die 20 Knoten und mit der Welle war es ein Lottospiel, ob man den Downwind überlebt oder nicht. Trotzdem haben es andere Teams besser hinbekommen als wir. Heißt also: noch mehr Training. Wir haben aber gezeigt, dass wir Medaillenkandidaten sind, wenn wir zu den Spielen geschickt werden. Die Bedingungen liegen uns sehr gut.“

Ähnlich sehen es die Berlinerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort. Die 470er-Akteurinnen, die von Bundestrainer Marek Chocian trainiert werden, waren als Sechste mit nur noch hauchdünner Medaillenchance ins Finale gestartet und machten daraus tatsächlich noch eine Bronzemedaille. „Wir sind superglücklich, dass wir hier am Ende noch eine Medaille einsacken konnten“, berichtete Steuerfrau Frederike Loewe im Olympiahafen, „am Morgen haben wir uns noch fast lachend gesagt, dass wir dafür ja ‚einfach‘ nur das Medaillenrennen gewinnen müssen. Gesagt, getan! Uns hat das Ergebnis gezeigt, dass wir auch bei wenig Wind segeln können.“

Auch Simon Diesch und Philipp Autenrieth segelten mit Platz sechs im Weltklassefeld der 470er-Segler in Medaillennähe. Für die süddeutschen Schützlinge von Trainer Tytus Konarzewski bedeutete die gute wie konstante Leistung in der Sagami Bucht einen wichtigen Motivationsschub. Vorschoter Philipp Autenrieth sagte: „Es ist gut zu sehen, dass wir auch nach drei hochkarätigen Wettkämpfen und sechs Wochen Belastung noch performen können. Und das auf sehr gutem Niveau – eine wichtige Erkenntnis für unsere Qualifikation im Frühjahr. Außerdem zeigt es, dass wir uns hier im Revier immer besser zurechtgefunden haben. Es war eine lange und intensive Zeit in Japan. Wir haben unheimlich viel gelernt und erlebt. Das muss jetzt erstmal verarbeitet werden und dann geht’s ab ins Wintertraining.“

Für die deutschen 470er-Männer geht es im Frühjahr vor allem darum, den noch nicht gesicherten Nationenstartplatz für Olympia 2020 zu sichern. Im Nacra 17 agierten Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer gewohnt sicher in den Top Ten. Die Kieler Mixed-Katamaran-Crew hat sich zwar durch eine Kenterung um ein noch deutlich besseres Resultat als den achten Platz gebracht, sieht sich aber zu Recht auf gutem Kurs: „Wir können Medaillen gewinnen, wenn wir unsere beste Leistung abrufen. Das Gesamtpaket ist noch nicht ganz rund. Daran arbeiten wir hart“, sagt der 24-jährige Steuermann Paul Kohlhoff, der mit Alica Stuhlemmer bei Marcus Lynch trainiert. Das Olympiarevier schätzen die Kieler wie alle deutschen Segler. Kohlhoff sagt: „Es ist ein vielseitiges Revier für Alleskönner, in dem man sich gut anpassen können muss. Du muss einfach in allen Bedingungen stark sein.“ Profitiert haben alle deutschen Nationalsegler bei den Regatten in Japan in diesem Sommer vom frühzeitig geschaffenen Umfeld vor Ort. Paul Kohlhoff berichtete: „Unsere Container im Hafen sind wahnsinnig gut organisiert. Es gibt eine hervorragend ausgestattete Werkstatt und einen Raum für Teamtreffen und Erholung. Das haben wir dem DSV und dem German Sailing Team zu verdanken. Für uns Athleten ist das wirklich wertvoll.“

Weltcup 2019/2020 Enoshima - 470ER FRAUEN
1. Silvia Mas Depares/Patricia Cantero Reina (ESP), 44 Punkte
2. Nia Jerwood/Monique de Vries (AUS), 45 Punkte
3. Frederike Loewe/Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club), 58 Punkte
11. Fabienne Oster/Anastasiya Winkel (Norddeutscher Regatta Verein), 97 Punkte
12. Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (Deutscher Touring Yacht-Club), 99 Punkte
17. Luise Wanser/Helena Wanser (Norddeutscher Regatta Verein), 130 Punkte

Joerfelder Opti 2019

01.09.2019 13:50

Der diesjährige Joersfelder Opti fand unter dem Einfluss von schwierigen Wetterverhältnissen statt. Bei über 33°C im Schatten (den es natürlich auf dem Wasser nicht gibt...) mussten die 43 A- und 72 B-Seglerinnen und Segler am Samstag zunächst auf ausreichend Wind warten. Der Wind der dann kam, drehte ordentlich hin und her und stellte die Optiseglerinnen und -segler vor taktische Herausforderungen. Nach einer Stärkung mit dem traditionellen belegten Fladenbrot wurde noch eine zweite Wettfahrt gesegelt bei etwas mehr Wind.

Am Sonntag kam dann der Wind aus der komplett gegengesetzen Seite, jedoch leider auch nicht stabiler in der Richtung. Doch nach einigen Kursanpassungen konnten auch hier zwei Wettfahrten gesegelt werden, sodass am Ende des Tages sogar alle Segler ihr schlechtestes Ergebnis streichen konnten.

Wir gratulieren den Siegern in Opti A (Eddy von Bülow, PYC) und Opti B (Maya Rotter, YCBG) und freuen uns auf alle Teilnehmer wieder im kommenden Jahr.

Vom JSC waren 2 Segler in Opti A (Elias (Platz 3!!) und Leonel) und 6 Seglerinnen und Segler in Opti-B (Oskar (Platz 5!!), Moritz, Florian, Leon, Maite, Viktor) am Start.

Alle Ergebnisse gibt es bei manage2sail.

Aalemann-Cup und Berolina-Cup2019

12.08.2019 15:47

Aalemann-Cup 2019
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Am Sonntag den 11. August richteten die Wannseeaten 1911 den traditionsreichen Aalemann-Cup aus. Für die Vereinsgesamtwertung der befreundeten Vereine SCS, SCN, W11 und JSC werden die jeweils 3 Bestplatzierten und der Letztplatzierte jedes Vereins gewertet.
Insgesamt hatten 28 Crews gemeldet! Der JSC war mit 8 Booten am Start. Bei herrlichem Sommerwetter und teilweise böig auffrischenden Winden aus SSW legte Wettfahrtleiter Stefan Henschel vom SCS einen Dreieckkurs aus und zeigte 3 Runden an.
Die Wettfahrt verlief unter reellen Bedingungen und ohne Proteste. Tretboote, Stehpaddler, Ruderboote und ... konnten kollisionsfrei umschifft werden. Anschließend luden die Wannseeaten die Regatta-Teilnehmer zu Bratwurst und Freigetränken ein. Prima after-sail Party bei bester Stimmung!
Der 1. Vorsitzende Jörg Gade und der Sportwart Bernd Hanspach der W11 begrüßten mit netten Worten die Seglerinnen und Segler und führten durch die Siegerehrungen.
Den Gesamteinzelsieg erkämpfte das H-Boot Team mit Steuermann Ingo Lochmann, So-Tsong Vandre und Bootseigner Swen Frömming vom JSC. Große Begeisterung!!

Den 2. Platz ersegelte die Sprinta Sport mit Steuermann Dieter Hunck, Birthe Herziger, Felix Herziger und JSC-Schriftführer Christian Kniesche. Die JSC Junioren-Crew segelte in dieser Formation erstmalig auf einem H-Boot. Steuermann Christoph Cornelius (Bundesliga), Nicolas Thierse (DM Finn) und Daniel Schwarze ( WM J24 ) waren etwas unzufrieden, obwohl sie den 4. Platz belegten. Mit diesen Toppplatzierungen gewann der JSC den diesjährigen Aalemann-Cup und der Sportwart konnte erfreut den Wanderpokal entgegennehmen und in den JSC entführen.

Der SCN errang mit dem knappen Rückstand von einem Punkt den 2. Platz vor dem SCS und W11. Dank an den Veranstalter W11 für die gelungene Veranstaltung.

Die gesamte Ergebnisliste hängt im JSC Sport Schaukasten aus.

Berolina – Cup
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Am Wochenende den 10. – 11. August war der Berolina – Cup für Nord. Folkeboote vom Segler- Verein Stößensee ausgeschrieben. Stephan Göbel unser Folke-Freak musste natürlich bei dieser RL-Wf mit seinem Boot auf dem Wannsee antreten. Somit konnte er nicht den JSC beim Aalemann –Cup unterstützen. 15 Folkeboote waren bei optimalen Wetter und Windbedingungen am Start. Stephan mit seinem Steuermann Lars Kiewning und Teammitglied Jörn Merda segelten eine unglaubliche Serie: 2 / 1 / 1 / 2 , mit dem Streicher 2. Platz ! 

Damit standen sie als 1. Platzierte auf dem Siegerpodest. Herzlichen Glückwunsch!

Grüße aus Endoshima

09.08.2019 08:45

Ihr Lieben,
Tausend Dank fürs Mitfiebern!!!

Wir holen das Nationenticket und sichern Deutschland somit einen Startplatz bei den olympischen Spielen 2020!
Die Weltmeisterschaft war ein richtiger Kampf für uns. Wir fanden nicht richtig ins Wettkampfgeschehen ein und machten es uns mit einem Frühstart am zweiten Tag besonders schwer. Dennoch schafften wir es uns stetig vor zu arbeiten. Unser Motto: Punkt für Punkt, Platz für Platz. Und so verbesserten wir unsere Gesamtplatzierung täglich und beendeten die WM als bestes deutsches Team auf dem 16. Platz. Damit bleiben wir unter unserem Leistungsniveau und wissen, dass noch viel zu tun ist.

Bei der WM im letzten Jahr wurden bereits 8 Nationenplätze vergeben. Bei dieser WM wurden weitere 6 Plätze vergeben und es war unser Ziel einen dieser Plätze für Deutschland zu sichern. Die Punkte waren bis zum Ende super eng und wir sind umso glücklicher, dass wir es dennoch geschafft haben! Als 6. Nation qualifizieren wir unser Land für die Spiele 2020 - unfassbar.
Wir werden noch weitere 4 Wochen in Japan sein, hier trainieren und Ende August den World Cup hier segeln.
Es gibt noch einiges zu tun und wir freuen uns auf die Herausforderungen des nächsten Jahres. Inklusive der internen Quali , die bis Ende April 2020 geht.
Liebe Grüße aus Japan
Anna und Fredi

Super Erfolg für Anna und Frederike

08.08.2019 21:14

Wir sind stolz hier die Pressemitteilung des DSVs zu veröffentlichen:

Die 470er-Seglerinnen des German Sailing Teams haben für Deutschland nach den bereits gesicherten Spots in den Disziplinen Laser Radial, Laser und 49er den vierten Nationenstartplatz für die Olympischen Spiele 2020 erkämpft. Im kommenden Olympiarevier von Enoshima reichte den Berlinerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee/Joersfelder Segel-Club) Platz 16 bei der 470er-Weltmeisterschaft, um die Grundvoraussetzung für eine deutsche Olympia-Teilnahme in der Zweihand-Jolle für Frauen zu schaffen. Vorbehaltlich ist noch die Bestätigung durch den Weltverband World Sailing.

„Wir sind super glücklich und die Erleichterung ist riesig, dass wir die Nationenquali geholt haben“, sagte die 26-jährige Steuerfrau Frederike Loewe in Japan. Dabei hatten die deutschen 470er-Seglerinnen im starken Schwell im Revier vor Enoshima mehr zu kämpfen als ihnen lieb war. „Wir haben nicht gut in die Regatta gefunden“, so Loewe, „das hatten wir uns definitiv einfacher vorgestellt. Mit einem Frühstart am zweiten Tag haben wir uns das Leben auch nicht gerade leichter gemacht. Aber unsere Stärke diese Woche war, dass wir mit dem Ziel, den Platz für Deutschland zu holen, bis zum Ende gekämpft haben.“

Nach der Sicherung des Nationenstartplatzes wird bis 2020 in einer nationalen Ausscheidungsserie entschieden, welche deutsche 470er-Frauen-Crew ihn besetzen wird. Zu den Kandidatinnen zählen auch Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß vom Deutschen Touring Yacht-Club, die bei der Weltmeisterschaft auf Platz 21 segelten. Die 27-jährige Steuerfrau Nadine Böhm sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir es als Team geschafft haben, Deutschland im 470er der Frauen für die Spiele zu qualifizieren. Jetzt können wir richtig Gas geben.“

Den deutschen 470er-Seglern dagegen gelang der erhoffte Durchbruch bei der WM nicht. Zwar segelten Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer Yacht-Club) wie Loewe/Markfort bei den Welttitelkämpfen vor Enoshima auf Platz 16. Doch da die 470er-Flotte der Männer bei der olympischen Regatta 2020 mit maximal 19 Booten kleiner ist als die der Frauen (21), gab es für die Herren bei der WM in Japan nur vier Nationenstartplätze zu erkämpfen.

Und die verpassten Diesch/Autenrieth als Fünfte der miteinander darum ringenden Nationen in der Olympia-Bucht schmerzlich knapp. Zwei Chancen bleiben den deutschen 470er-Seglern: Geht ein Nationenstartplatz aus einem anderen Kontinent zurück, weil er nicht besetzt werden kann, dann haben Diesch/Autenrieth das erste Anrecht für das Deutschland erworben, diesen Spot zu besetzen. Die letzte Möglichkeit, einen Nationenstartplatz auf dem Wasser zu ersegeln, bietet sich den deutschen 470er-Männern bei der Weltcup-Regatta vor Genua 2020. Die dort bestplatzierte unter den dann noch nicht für Olympia qualifizierten europäischen Nationen erhält den Nationenstartplatz.

DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner sagte nach dem kriminell spannenden letzten Renntag vor den Medaillenrennen: „Selten hat der Ausspruch ‚mit einem lachenenden und einem weinenden Auge‘ so gut gepasst wie heute. Wir freuen uns, dass die 470er-Seglerinnen den Nationenstartplatz für Olympia 2020 sichern konnten. Es ist gut, dass wir daran einen Haken machen können. Aber wir hätten uns natürlich noch mehr gefreut, wenn Simon und Philipp für ihren starken Endspurt mit den Rängen 10-10-7 in der top-besetzten Goldflotte auch belohnt worden wären.

Es ist unglücklich, als erste Nation rauszufallen. Wir hatten das Leistungsvermögen unserer Teams in beiden Disziplinen vor der WM höher eingeschätzt und sind auch zuversichtlich, dass es nach bereits erreichten Erfolgen in diesem Jahr wieder in diese Richtung geht.

Denn am Ende haben wir natürlich das Ziel, in Enoshima Medaillen zu gewinnen. Den 470er-Männern trauen wir zu, die letzte Chance in 2020 zur Sicherung des Nationenstartplatzes nutzen zu können.“

Darauf hoffen sowohl Diesch/Autenrieth als auch Malte Winkel und Matti Cipra (Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersportverein), die bei der WM nicht wie gewohnt in Fahrt kamen. Malte Winkel sagte: „Wir haben ganz klar in Genua eine Chance auf den Nationenspot, aber einfach wird es sicher nicht.“
Die Entscheidungen über WM-Titel und -Medaillen fallen bei der 470er-Weltmeisterschaft in Japan am Freitag. Die Endergebnisse gibt es dann hier: http://2019worlds.470.org/en/default/races/race-resultsall

Foto: Junichi Hirai / Bulkhead Magazine Japan

Nicoals Thierse bei der U23 WM der Finn Dinghys in Italien.

05.08.2019 18:18

Liebe Joersfelderinnen, liebe Joersfelder,

Am 10. Juli begaben sich zwei Halunken auf die Reise von Berlin zur U23 WM in Anzio, Italien. Einen Tag später erreichten Nick Heuwinkel (Kieler Yacht Club) und ich (Joersfelder Segel-Club) das Ziel. „Hier brennt der Planet!“ Über 30 Grad ohne Wind waren doch sehr heiß. Wir kümmerten uns lediglich um die Unterkunft und Verpflegung. Am 12. landete unser Trainer für dieses Event, Max Kohlhoff, in Rom. Die Zeit bevor wir ihn abholten nutzen wir zum Abladen der Boote. Eine kurze Nachmittagseinheit folgte.

Max punktete mit Verbindungen zu den Australiern, sodass wir super Trainingspartner hatten. Bis zum 15. Ebenfalls am 15. Widmeten wir uns der Vermessung. Dabei gab es glücklicher Weise keine großen Probleme. Das Practice Race haben wir selbst mit Angleichschlägen bei etwas mehr Wind veranstaltet da zur genannten Uhrzeit kein Startschiff vor Ort war.

Am 16. Juli ging es dann endlich los. 26 Aktive aus 16 Nationen gehen an den Start. Nach drei Rennen und ordentlich Wind waren wir schon etwas im Eimer. Am Tag darauf erneut drei Rennen, in dessen ersten beiden ich nicht wirklich hineinfand. Glücklicher Weise weniger Wind - der erste Tag hatte Spuren hinterlassen. Die beiden darauffolgenden Tage bestritten wir mit Startverschiebung und jeweils zwei Leichtwind Rennen. Schon vor dem letzten Rennen standen die U23 und U19 Weltmeister fest. Diese konnten die Startverschiebung am letzten Tag also sehr entspannt überstehen. Im letzten Rennen gelang es mir mich noch einen Platz zu verbessern und ich wurde somit 11. Nick wurde 19. - sein Kommentar: „Auf der Startkreuz bin ich immer vorne, aber wenn du auf der zweiten Kreuz da bist wo ich bin, dann hast du verkackt.“ Ich war anfangs immer nicht so gut unterwegs, konnte aber immer wieder auf- und überholen. Nick hingegen leider immer die letzten Tage Top5 an der ersten Luvtonne und dann verloren.

An Land angekommen kümmerte sich Max ums Motorboot, wir uns um unsere Finns und schon konnten wir mit Hilfe einiger kräftiger Mitstreiten die beiden Schrubber aufs Anhängergestell heben. Abwertende Kommentare über den Zustand des Gestells waren dabei keine Seltenheit.

Nach der Preisverteilung fuhren wir samt Trailer zur Unterkunft, packen einige Sachen, aßen etwas und trafen uns dann im kleinen Kreis bei Jock (AUS). Später zogen wir noch bis halb 4 durch die Stadt.

Am nächsten Morgen brachen wir um 9Uhr zum Flughafen auf. Nach rund 60km kam nur ein Kommentar von Nick, dass mein Boot bald einen Abgang machen würde! Bei der nächsten Gelegenheit fuhren wir rechts ran. Das Gestell war an einer Stelle gebrochen und im selben Zug ist ein Gurt gerissen, welcher mein Boot vorne am Gestell festhielt. Aber keine Panik - irgendwie lässt sich das ja schon noch provisorisch festbinden. Also fuhren wir weiter zum Flughafen - überlegten wo wir das schweißen lassen können… Tja nur schade, dass Sonntag war. Also haben wir die Bruchstelle, nachdem wir Max am Flughafen abgeliefert hatten, mit einer Holzlatte gestützt und immer mal wieder angehalten und nachgesehen. Nach 20h reiner Fahrzeit und insgesamt 2h Pause kamen wir in Berlin an und Nick stieg direkt in den Zug nach Kiel.

Zwischenzeitlich hatten wir ein Tief, konnten es auch am Ende nicht mehr abwarten nach Hause zu kommen, da es brennend heiß und alles doch sehr heruntergekommen war, aber rückblickend war es ein schönes Event. Wir danken herzlichst Max als Trainer für die Unterstützung vor Ort, der Klassenvereinigung für die finanzielle Unterstützung und dem Bezirk Berlin-Tegel für das kostenlos zu Verfügung gestellte Motorboot.

Euer Nicolas (GER 723

505er IDM in Travemünde

02.08.2019 08:21

Im Rahmen der Travemünder Woche fand die IDM der 505er statt. Ich wurde kurzfristig von einem Freund aus dem HSC, Finn Böger, gefragt ob ich nicht mit ihm Segeln könnte. Nach kurzem Überlegen sagte ich zu.

Wir reisten freitags von Berlin aus an, mit einem kurzen Zwischenstopp an der Hamburger Alster, um das Boot abzuholen, um dann nach Travemünde weiter zu fahren. Nachdem wir am Freitagabend das Boot bei bestem Wetter aufgebaut hatten, legten wir noch für einen kurzen Trainingsschlag ab. Bis zu diesem Zeitpunkt saß ich noch nie auf einem 505er, und so konnte ich mich mit dem Boot schon etwas vertraut machen.

Ein Merkmal des 505er ist die Vielzahl der Trimmmöglichkeiten, die alle vom Steuermann bedient werden müssen. So ist es vollkommen normal, dass man auf einer Kreuz mehrmals seinen Mastfall ändert, die Wantenspannung anpasst, die Position und Winkel des Schwerts justiert und die Fockholepunkte in Höhe und Position verstellt.

Anfangs war es schwierig die zahlreichen Strecker um mich herum auseinander zu halten, und auch noch sinnvoll zu bedienen. Aber mit etwas Übung und viel Ausprobieren konnten wir Einstellungen finden, um gut voran zu kommen.

Nach dem ersten Wettfahrttag, bei mittleren Winden, hatten wir uns bereits etwas eingefunden auf dem Boot und standen vorerst auf Platz 6 von 24 Startern. Für den nächsten Tag war mehr Wind vorher gesagt. Es fiel uns schwer bei dem starken Wind einen guten Trimm zu finden und wir mussten uns mit einigen mittleren Platzierungen abfinden, der Abstand zu den Podiumsplätzen wuchs an.

Am letzten Tag befanden wir uns auf Rang 7, mit nur 3 Punkten Abstand zu den beiden Teams vor uns in der Liste. Leider kämpften Thermik und Gradientenwind vor Travemünde gegeneinander. Wir konnten nur ein Rennen starten, indem wir sogar als Erster um Tonne 1 gingen, aber der Wind schlief kurz darauf ein, und die Wettfahrt musste abgebrochen werden.

Es blieb also bei einem 7. Platz in der Gesamtrangliste. Zusätzlich konnte ich noch einen Sonderpreis als jüngster Steuermann im Feld entgegennehmen.

Es hat Spaß gemacht mal wieder auf einer Jolle unterwegs zu sein, vielleicht bietet sich in Zukunft wieder eine Gelegenheit.

Viele Grüße Christoph Cornelius

Die Ergebnisse sind hier zu finden.

Warnemünder Woche 2019

04.07.2019 14:33

(c) Warnemünder Woche

Die Warnemünder Woche steht in den Startlöchern und der JSC wird auch in diesem Jahr wieder mit einem schlagkräftigen Team anreisen um den ausrichtender Verein, den Warnemünder Segel-Club, zu unterstützen.

Wir werden im ersten Teil von Samstag bis Montag die Regatten der Piraten und OK-Jollen betreuen und im zweiten Teil von Donnerstag bis Sonntag die Laser Radial. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen; es gilt drei Mobos, den Sportanhänger sowie eine große Zahl von JSC'lern an die Küste zu bekommen....

Die aktuelle Einsatzplanung umfasst folgende Mitglieder (in wechselnder Besetzung):

Wettfahrtleitung:  Svenja Ehrmann, Hartmut Oback

Startteam/-schiff: Udo Schade, Christina Cornelius und Christoph Brache

Zielschiff: Peter Zeidler, Monika Zemke, Peter Cornelius und Torsten Kuhr

Mobos: Felix Herziger, Julia Zemke, Paul König, Claudia Käther, Oswin Ehrmann, Hanni und Frank Barownick, Florian Joswig, Roland Hauptmann

Auswertung: Poldi Käther und Franzi Ehrmann

 

Infos und Ergebnisse gibt es hier:

Warnemünder Woche

Ergebnisse bei manage2sail

 

Drückt uns die Daumen für gutes Wetter :)

Das WarnemündeTeam

 

Kieler Woche 2019

30.06.2019 20:56

JSC in 4 Bootsklassen am Start

Unsere JSC Crew auf der J 24 Club JJone ersegelte nach einer spannenden Aufholjagd den 3. Platz und konnten auf dem Podium die Glückwünsche entgegennehmen.
Das Team war damit auch beste deutsche Mannschaft.
Crew: Frithjof Schade (nach langer Abstinenz wieder Steuermann!), Timo Chorrosch, Jeronimo Landauer, Felix Leupold, Daniel Schwarze
Gratulation an das Siegerteam vom CYC Seattle mit Steuermann Keith Whittemore.
Detailbericht folgt!

Der JSC war auch in der mit 40 Booten stark besetzten J70 Klasse vertreten. Mit Steuermann Christoph Cornelius, erfahren in der 2. Segelbundesliga, unterstützt vom Olympiateilnehmer Oliver Szymanski sowie von Dustin Baldewein vom VSaW und Alisa Kirilyuk vom Moscow Sailing Club ersegelte die Crew im deutschen Elitefeld einen hervorragenden 6. Platz. Große Begeisterung!
Anna Markfort heuerte aufgrund des Ausfalls der olympischen 470ér auch auf einer J70 an. In der Crew mit Steuermann Julian Ramm von der Segler-Vereinigung Itzehoe konnten sie einen tollen 8. Platz ersegeln. Anbei Kurzvideo (5MB) und Teamfoto von Anna.
Gratulation an das Siegerteam vom Norddeutschen Regatta Verein mit Steuermann Carsten Kemmling.
Detailbericht folgt!

Schönes Video vom Ansegeln und Schnuppersegeln

23.06.2019 19:30

Nach einiger Bearbeitungszeit ist nun das Video vom Ansegeln und Schnuppersegeln unter dem Motto "Inklusion" fertig und hier publiziert. Das Warten hat sich gelohnt, das 3:27 Minuten lange Video ist sehr gut geworden. Viel Spaß beim Ansehen, aber Achtung: es hat eine Größe von rund 300 MB. Da sollte man eine gute Internet-Bandbreite haben und es nur mit einer WLAN-Verbindung betrachten.
Es lohnt sich, das HD Video im Vollbildmodus anzusehen.

Kieler Woche 2019

20.06.2019 15:28

Zum zweiten Mal unterstützen Mitglieder des JSC den Kieler Yacht-Club bei den Segelwettbewerben in Kiel. Für die Youth Sailing Champions League, ausgesegelt auf J70 Booten vom 22. bis 24. Juni, obliegt die Wettfahrtleitung bei Svenja Ehrmann. Mit dabei auf den Mobos und dem Start-/Zielschiff sind weiterhin Annika Westhoff, Julia Zemke sowie Caterina, Christina und Peter Cornelius.

Meisterehrung Bezirk Reinickendorf Saison 2018

12.06.2019 13:29

Das Bezirksamt Reinickendorf, Abteilung Sport konnte am 17. Mai auf der Sportanlage am Uranusweg zahlreiche Aktive aus den verschiedensten Sportvereinen begrüßen. Die Ausgestaltung des Geländes mit Grill und Getränkeangeboten war ausgezeichnet. Ehrengast war Mariama Jamanka  Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Bobfahren.

Die Ehrungen wurden vom Bezirkbürgermeister Frank Balzer mit Unterstützung vom Sportstadtrat Tobias Dollase vorgenommen.

Unsere JSC Sportler konnten aufgrund  der verschiedensten Regattaaktivitäten nicht persönlich teilnehmen. Großer Dank gilt Daniel Schwarze. Er nahm stellvertretend die Urkunden entgegen. Auf dem Bühnenfoto wird Daniel von den Herren Bezirksbürgermeister Balzer und und Sportstadtrat Dollase beglückwünscht.

Aufgrund eines Übermittlungsfehlers an das Sportamt waren die Ehrenmedaillen noch nicht angefertigt. Dank an Frau Grafschmidt vom Sportamt für die nachträgliche Anfertigung.

Unsere Aktiven erhalten nun im Nachgang ihre goldenen Sieger- Medaillen. Der Sportwart übernimmt stellvertretend die Übergabe.

Ausgezeichnet wurden:

Anna Markfort    470er    Vizeeuropameisterin Nicolas Thierse    Finn       Intern. Deutscher Meister Team J24: Vizeeuropameister/6. Platz Weltmeisterschaft Cynthia Sassenroth    Daniel Frost Daniel Schwarze Timo Chorrosch Jeronimao Landauer Felix Leupold

Fazit: größte JSC Begeisterung!